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Frank Grimm ist neuer Obermeister der Tischler-Innung Gütersloh / Ein Teamworker und leidenschaftlicher Tischler

Kreis Gütersloh (wl, 01.02.2021). Die Tischler-Innung Gütersloh hat einen neuen Obermeister: Im Rahmen einer Videokonferenz wurde Frank Grimm aus Herzebrock-Clarholz gewählt. Grimm ist Geschäftsführer und Inhaber der Tischlerei GK Design GmbH in Herzebrock-Clarholz mit 20 Mitarbeitern.

Der gelernte Tischlermeister und Techniker ist verheiratet und hat vier Kinder. In seiner Freizeit grillt er gerne für seine Familie und Freunde in seiner Outdoor-Küche. Wenn sich der 43-Jährige selbst beschreiben soll, dann passen Eigenschaften wie Verlässlichkeit, Kompetenz und Leidenschaft sowie die Gabe ein Teamworker zu sein, zu ihm. „Unser Beruf ist Jahrhunderte alt und bleibt doch jung“, meint er.

Für seine Amtszeit hat er sich vorgenommen, dass er zusammen mit seinem Vorstandsteam diese Aussage stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen möchte und insbesondere junge Menschen auf den Tischlerberuf aufmerksam machen will. Er ist zudem auch in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft gewählt worden und darf dort das Tischlerhandwerk in der Gemeinschaft der 14 Handwerksinnungen vertreten. Ihm zur Seite steht sein Stellvertreter Christian Burg, der wiedergewählt wurde. Als etwas ganz Besonderes empfindet Grimm das eigene Bildungszentrum der Tischler in Rheda-Wiedenbrück mit seinen beiden Leitern Udo Schwedes und Julian Effertz. „Darauf, dass wir das einzige Bildungszentrum dieser Art im Kreis Gütersloh betreiben, können wir mächtig stolz sein“, betont er. Für Grimm war schon in der Schulzeit klar, dass er einmal eine eigene Tischlerei haben möchte. Diesen Gedanken hat er konsequent verfolgt und war mit jungen 26 Jahren bereits selbständig. Diese Leidenschaft für den Beruf möchte er zeigen und positiv in Szene setzen. „Ich liebe einfach was ich tue“, erklärt er. 

Als er vor rund einem Jahr von seinem Vorgänger Jürgen Soetebier gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, Obermeister der Tischler zu werden, musste er nicht lange überlegen. „Es fällt mir leicht diese Verantwortung zu übernehmen, weil hier bei uns im Kreis Gütersloh das Herz des Tischlerhandwerks schlägt“, erklärt er. Die Tischler im Kreis würden seit Jahren die besten Auszubildenden stellen, das belege alleine schon der Leistungswettbewerb „Die gute Form“ mit besten Ergebnissen. Im Bereich Umsatz und Mitarbeiterstärke liegen die Tischlereibetriebe der Innung Gütersloh landesweit in NRW auf Platz 1.15 Jahre lang hat Jürgen Soetebier aus Steinhagen die Tischlerinnung als Obermeister geführt. Grimm sagte seinen Vorgänger danke für 15 Jahre, sechs Monate und 11 Tage, die er das Ehrenamt hingebungsvoll ausgeübt hat. Er war ebenfalls im Vorstand der Kreishandwerkerschaft aktiv sowie im Verband. Um das zu würdigen, wurde Jürgen Soetebier zum Ehrenobermeister gewählt. 

Kfz-Gewerbe: Bilanz und Ausblick zum Jahreswechsel

Autojahr 2020: Autohäuser und Werkstätten im Wechselbad 

Von den Lockdowns im Frühjahr und Juni mit stationärem Verkaufsverbot und teilweise geschlossenen Kfz-Zulassungsstellen über Lieferengpässe bei Neuwagen bis hin zum deutlich erhöhten Umweltbonus für E-Fahrzeuge: Das Corona-Jahr 2020 brachte den Kfz-Betrieben ein Wechselbad der Gefühle. „Solch ein Jahr möchten wir alle nicht noch einmal erleben“, sagt Obermeister Hermann Kattenstroth. Selbst die Werkstätten litten unter deutlich reduzierter Auslastung, obwohl sie im Lockdown aufgrund ihrer Systemrelevanz weiter geöffnet waren. Ab Juni habe sich die Lage in den Betrieben dann wieder stetig verbessert. Trotzdem sei der erlittene Umsatzrückgang im Kfz-Gewerbe laut Obermeister Kattenstroth bis zum Jahresende nicht mehr aufzuholen.

Viele Betriebe hätten jedoch die Krise als Chance genutzt, um zum Beispiel die Digitalisierung interner Prozesse, vor allem aber die Kommunikation mit den Kunden voranzutreiben. Wie unverzichtbar der stationäre  Autohandel als Schnittstelle zwischen Hersteller und Kunde nach wie vor sei, lasse sich beispielhaft an der stark wachsenden Zahl von Elektro- und Hybridfahrzeugen festmachen. „Hier ist erhöhter Aufwand für grundsätzliche und umfassende Beratung zu leisten, von der Technik über Einsatzzweck und Fördermöglichkeiten der Fahrzeuge bis hin zum Errichten einer entsprechenden Ladeinfrastruktur.  Selbst die Nutzung und Abrechnung von öffentlichen Ladestationen steht auf der Agenda. Man sieht: Ohne den Handel ist die Transformation hin zu alternativen Antrieben gar nicht umzusetzen“, betont Obermeister Kattenstroth.

Mit Elektromobilität allein könnten die Klimaziele jedoch schon aufgrund der nach wie vor längst nicht ausreichenden Ladeinfrastruktur kaum erreicht werden. „Wir brauchen Technologieoffenheit, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken“, so Obermeister Kattenstroth. „Klimaneutral hergestellte synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren sowie die Brennstoffzellentechnologie müssen auch aus Kundensicht eine Zukunft haben und stärker gefördert werden.“ Die Corona-Krise habe außerdem deutlich gemacht, wie wertvoll das eigene Auto als geschützter Raum sei. „Im eigenen Auto fühlen wir uns sicher. Das ist eine gute Botschaft für unsere Branche“, so Kattenstroth.

Für das kommende Jahr erhofft sich der Obermeister die langsame Rückkehr zu normalen Verhältnissen. „Durch bald zugelassene Impfstoffe und dann Schritt für Schritt gelockerte Restriktionen geht es wieder zurück in ein normales Leben. Das wird sich positiv auf unser Miteinander, die Wirtschaft und damit auf das Kfz-Gewerbe auswirken.“

 

 

Auch ohne Feierstunde wurden herausragende Leistungen gewürdigt / Kreative Tischler fertigen Schlagzeug, Sofa und Sideboard

(Foto: Waltraud Leskovsek) Vorne v. links die besten Tischlergesellen der Innung Gütersloh mit Gregory Herrmann, Timo Hülsemann und Jan-Ole Corßen. Dahinter Christian Burg, Udo Schwedes, Ausbilder im TBZ Julian Effertz, Berufschullehrer Markus Woidich.

Kreis Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück (wl, 30.11.2020). Die Bestenehrung des Tischlernachwuchses gehört stets zu den Höhepunkten des Jahres in der Tischler-Innung Gütersloh. Diese Feierstunde mit gemeinsamen Essen, zahlreichen Ansprachen und gemütlichem Beisammensein war in diesem Jahr nicht möglich. Da die Auszubildenden im Tischlerhandwerk bedingt durch die Pandemie auf vieles im Rahmen ihrer praktischen Prüfung verzichten mussten, wie beispielsweise der Designpreis „Die Gute Form“, sollten aber wenigstens die besten Absolventen der Sommerprüfung im kleinen Rahmen geehrt werden. Der Leiter des überbetrieblichen Tischlerbildungszentrums (TBZ) Udo Schwedes, begrüßte in der Einrichtung am Heiligenhäuschenweg die drei Tischlergesellen, die handwerklich das beste Prüfungsergebnis rund um die Bestnote sehr gut erreicht haben.

Jan-Ole Corßen vom Ausbildungsbetrieb Daniel Bethlehem aus Gütersloh nahm am Kammerwettbewerb teil und wurde dort Sieger. Somit wurde er zum anschließenden Landeswettbewerb zugelassen, den er mit dem 2. Platz bestand. Der junge Handwerker hatte als Gesellenstück ein Sofa aus Esche gebaut, ohne dabei zugekaufte Beschläge zu verwenden, sondern alles aus Massivholz selber fertigte. Und sogar beim Polstern hat er mit Hand angelegt. Corßen möchte seinem Ausbildungsbetrieb erst einmal treu bleiben und strebt demnächst die Meisterschule an. Er fand es schade, dass nicht alle gemeinsam am Ende der Ausbildung zusammen ihre Erfolge feiern konnten. Timo Hülsemann, Ausbildungsbetrieb Johannsmann in Harsewinkel, wurde beim Kammerwettbewerb Zweiter. Er hat als Musiker sein eigenes Schlagzeug aus Holz als Gesellenstück gebaut. „So etwas hatten wir hier noch nie dabei“, betont Schwedes und lobt den Ideenreichtum des musikalischen Handwerkers, der die Abschlussfeier im Reckenberg-Berufskolleg bestimmt musikalisch bereichert hätte.Den dritten Platz beim Kammerwettbewerb belegt der Rheda-Wiedenbrücker Gregory Herrmann. Er absolvierte seine Ausbildung in der Tischlerei Holste in Rheda-Wiedenbrück. Als Gesellenstück fertigte er ein Sideboard aus lackiertem MDF Material kombiniert mit massiver Eiche. Herrmann hatte seine Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzt. Er ist jetzt in einer Tischlerei in Ostbevern in einem jungen Team tätig.

Alle drei meinten, sie hätten durch Corona während ihrer Ausbildung keine Einschränkungen erlebt. Nur das am Ende alle ohne sich verabschieden zu können nun ihre eigenen Wege gehen, fanden alle drei sehr schade. „Ich finde, alle haben es verdient geehrt zu werden, egal wie das Endergebnis ist“, meint Herrmann.Schwedes lobte die überdurchschnittliche Leistung der drei, die in einem besonderen Jahr in die Geschichte der Tischler-Innung eingehen. Besonders im letzten Jahr der Ausbildung hätte er einen tollen Zusammenhalt des Jahrgangs gespürt und eine Art Teamarbeit hätte sich entwickelt, was er für den weiteren beruflichen Lebensweg auch als sehr wichtig findet. „Man kann als Tischler nicht alles können, deshalb tauscht euch aus und bildet Netzwerke“, gab er ihnen als Tipp mit auf den Weg. Für die Kammerwettbewerbssieger gab es von der Innung Preisgelder. 

Markus Woidich, Abteilungsleiter der Fachrichtung Holz am Reckenberg-Berufskolleg, fand es gut, dass er die Leistungen der Besten auch noch einmal persönlich honorieren konnte. „Ihr alle habt hinter dem was ihr tut gestanden, wusstet genau was ihr wollt und hattet immer das Ziel vor Augen“, lobte er die Zielstrebigkeit der Tischlergesellen. Die Glückwünsche der Tischler-Innung überbrachte der stellvertretende Obermeister Christian Burg. Er freute sich, dass es wieder so tolle Ergebnisse gab mit Gesellenstücken, die ganz besonders sind. Auch ohne Feierstunde hat der Werkzeughandel GB Meesenburg aus Gütersloh Präsente in Form von Kleinmaschinen für die Besten gesponsert, wie es seit vielen Jahren zur schönen Tradition geworden ist. 

Georg Effertz ist neuer Kreishandwerksmeister

(Gütersloh, 25.11.2020). Das Handwerk im Kreis Gütersloh hat gewählt: Dachdeckermeister Georg Effertz aus Rheda-Wiedenbrück ist neuer Kreishandwerksmeister und damit Vorstandsvorsitzender der Kreishandwerkerschaft Gütersloh. „Gemeinsam mit den neu gewählten Vorstandskollegen will ich die Kreishandwerkerschaft noch tiefer im Kreis verankern als Schnittstelle zwischen Handwerk, Industrie, Wirtschaftsförderung, Politik, Schulen und Verwaltung. Nachwuchsgewinnung und Digitalisierung werden unsere Vorstandsarbeit bestimmen“, so Effertz. Zum stellvertretenden Kreishandwerksmeister wählten die Mitglieder Hermann Kattenstroth, Inhaber des gleichnamigen Kfz-Handels in Gütersloh und Versmold. Weitere Vorstandsposten bekleiden Frank Vielstädte, Zimmerermeister aus Herzebrock, Dipl.-Ing. Peter Poggengerd aus Gütersloh für die Metall-Innung, Dipl.-Ing. Elmar Gröne aus Rheda-Wiedenbrück für die Fleischer-Innung, Elektrotechnikermeister Thomas Bosmann aus Werther, Maler- und Lackierermeister Andre Schnakenwinkel aus Gütersloh sowie der Bauunternehmer Dipl.-Ing. Michael Hauphoff aus Verl.

Dank sagte Georg Effertz seinem Vorgänger, Elektrotechnikermeister Burkhard Brockbals, der ideenreich die Organisation angeführt und gut aufgestellt übergeben habe. Ebenso dankte Effertz den ausgeschiedenen Vorständen Richard Aschentrup aus Gütersloh und Jürgen Soetebier aus Steinhagen. Kfz-Mechanikermeister Aschentrup habe im Vorstand mit kaufmännischem Fachverstand brilliert, Tischlermeister Soetebier habe mit großem persönlichem Engagement das Tischlerbildungszentrum in Rheda-Wiedenbrück zur modernsten Ausbildungsstätte in OWL entwickelt. 

Die Kreishandwerkerschaft Gütersloh ist die Vertretung der 14 Handwerksinnungen im Kreis. Gut 1.050 Handwerksbetriebe von der Bäckermeisterin bis zum Zimmerermeister sind dort als Arbeitgeber freiwillig organisiert. Das Handwerk im Kreis Gütersloh belegt in NRW den Spitzenplatz unter den Kreisen und Städten:  2.128 Unternehmen mit 35.276 Beschäftigten erwirtschaften einen Umsatz von 198.498 pro Mitarbeiter. Das sind 7 Prozent mehr als die zweitplatzierte Stadt Münster (184.741 Euro) und 14 Prozent mehr als der Kreis Minden-Lübbecke auf Rang drei (170.880 Euro). Der Landesdurchschnitt beträgt 135.147 Euro Umsatz pro Beschäftigtem
(Quelle: Handwerkszählung 2018, it.nrw).

Kreishandwerksmeister Georg Effertz
stv. Kreishandwerksmeister Hermann Kattenstroth

Kfz-Innung spendet für Aktion Lichtblicke

(Foto: Waltraud Leskovsek) KFZ-Innungsobermeister Hermann Kattenstroth überreicht den Spendenscheck an Carsten Schoßmeier von Radio Gütersloh für die Aktion Lichtblicke.

9000 Fahrzeughalter ließen ihr Fahrzeug auf Lichtmängel überprüfen

Kreis Gütersloh (KH). Zu einer schönen Tradition geworden, ist die jährliche Spendenübergabe der Kraftfahrzeuginnung an Radio Gütersloh für die Aktion Lichtblicke. Die Spende in Höhe von 1500 Euro kam bei der „Aktion Licht-Test“ im letzten Monat zusammen, bei der von jedem vorgestellten Fahrzeug in den rund 150 Innungsbetrieben 10 Cent gespendet wurden. Somit untersuchen die KFZ-Innungsbetriebe nicht nur kostenlos die Scheinwerfer, sondern tun zusätzlich auch noch Gutes, sowie auch indirekt die Fahrzeughalter, der ihre Lampen überprüfen lassen. „Solche großzügigen Spenden helfen uns immer ganz besonders, unverschuldet in Not geratene Menschen seit nunmehr über 20 Jahren zu unterstützen“, bedankte sich Carsten Schoßmeier bei Obermeister Hermann Kattenstroth. 

9000 Plaketten, die bestätigen, dass die Scheinwerfer am Fahrzeug in Ordnung sind, wurden vergeben. Die Innung rundete den Betrag auf. Ein Ergebnis, mit dem Innungsobermeister Hermann Kattenstroth zwar zufrieden ist, sich aber dennoch wünscht, dass dieses kostenlose Angebot zu Beginn der dunklen Jahreszeit von noch viel mehr Fahrzeughaltern genutzt wird. Schließlich würde es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gehen. „Jeder dritte PKW fährt immerhin mit mangelhaftem Autolicht, jeder Zehnte blendet andere Verkehrsteilnehmer“, betont er. Ganz oben auf der Mängelliste stünden nach wie vor die Hauptscheinwerfer, die entweder defekt oder zu falsch eingestellt seien. 

200-jähriges Bestehen bei Metallbau Uekmann

Foto: Ein besonders Jubiläum wurde am Dienstag in der Firma Uekmann in Gütersloh gefeiert. Die Schlosserei-Metallbau besteht seit nunmehr 200 Jahren. v. links Hermann Uekmann, Handwerkskammerpräsident Peter Eul, Georg Effertz, Peter Poggengerd, Carsten Uekmann, Alexander Kostka. (Foto: Waltraud Leskovsek)

Ein wenig anders als ursprünglich geplant, aber dennoch in einem schönen und würdigen Rahmen, feierte das Gütersloher Unternehmen Schlosserei-Metallbau Uekmann am Dienstag sein 200-jähriges Bestehen. Viele Unternehmen gibt es nicht, die 200 jährige Geschichte schreiben können und auch noch in Familienbesitz sind. Hermann Uekmann ist mit seinen 78 Jahren immer noch tagtäglich im Unternehmen anzutreffen und unterstützt seinen Sohn Carsten noch tatkräftig, der in der sechsten Generation mit im Unternehmen ist.
Uekmann erzählte ein wenig aus den Anfängen in der Berliner Straße, wo am 29. September 1820 die Firma durch Eberhard Heinrich Uekmann inmitten von Gütersloh als Hufschmiede gegründet wurde. Er erzählte von guten aber auch von schlechten Zeiten, die so eine 200-jährige Firmengeschichte schreibt. Einen Aufschwung hätten sie vor 30 Jahren mit der Wiedervereinigung erlebt. Das Unternehmen hätte sich immer der Zeit und dem Markt angepasst. Selbst der Verkauf und Reparatur von Rasenmähern sei über viele Jahre ein Unternehmenszweig gewesen. 

Die Glückwünsche der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe überbrachte der Präsident Peter Eul. „Es ist mir eine große Ehre, bei diesem schönen Jubiläum dabei sein zu dürfen“, betonte er. Das Wort Tradition bekäme bei Uekmann eine ganz neue Bedeutung. „Hier wird das Feuer weitergeleitet und nicht die Asche bewahrt“, lobte er. Das Handwerk ist moderner geworden. Uekmann würde es verstehen, vorbildlich Digitalisierung und Nachwuchsförderung ins rechte Licht zu setzen. „Dafür spreche ich Ihnen meine große Anerkennung aus“, so der Handwerkspräsident. Er überreichte zum Jubiläum eine Urkunde, in der für die Stärke und Leistung und die feste Zugehörigkeit zur handwerklichen Gemeinschaft beglückwünscht wurde. 

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gütersloh, Alexander Kostka, hatte eine alte Urkunde aus dem Jahre 1912 dabei, die zufällig bei Aufräumarbeiten entdeckt worden ist. Auf der ist die Gründung der ersten allgemeinen Handwerkerinnung Gütersloh festgehalten. Hermann Heinrich Uekmann war seinerzeit Gründungsmitglied. Kostka dankte insbesondere dem Senior Hermann Uekmann für sein Engagement als Obermeister und auch als stellvertretender Kreishandwerksmeister. Als er diesen Posten abgab, schlug er Georg Effertz vor, der das Amt annahm und nun kurz vor der Wahl des Kreishandwerksmeisters steht. Effertz dankte Uekmann für seine stets sachliche aber dennoch beharrliche Art, Dinge nach vorne zu bringen. Der Obermeister der Innung des Metallhandwerks Gütersloh Peter Poggengerd lobte das soziale Engagement der Firma. Der Gruß aller Redner ging an Gerda Uekmann, die im Betrieb die kaufmännischen und buchhalterischen Aufgaben bis vor einigen Jahren verantwortlich innehatte. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an er Feierstunde teilnehmen.  

Banner machen auf kostenlose Licht-Test aufmerksam!

Foto (Waltraud Leskovsek): Gemeinsam werben KFZ-Innung, Polizei und Verkehrswacht für den kostenlosen Lichttest im Oktober. Von links: Markus Fissenewert KFZ-Innung, Verkehrssicherheitsberater Sebastian Brand und Alexander Hüske, Josef Reckhenrich und Hermann Kattenstroth.

Verkehrswacht und Kfz-Innung werben gemeinsam für Aktion. 

Banner an Brücken und anderen markanten Stellen im Kreis Gütersloh weisen Autofahrer den Weg zum Licht-Test 2020. Vom 1. bis zum 31. Oktober bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung wieder den kostenlosen Test der Fahrzeugbeleuchtung an. Verkehrswacht und Innung appellieren nun an alle Autofahrer, das Gratis-Angebot im Oktober zu nutzen. Autofahrer, die ihre Fahrzeugbeleuchtung überprüfen lassen, können einen Mitsubishi Space Star TOP 1.2 im Wert von 17.380 Euro gewinnen. Infos zu diesem Gewinnspiel gibt es in Mitsubishi-Autohäusern und in Meisterbetrieben der Kfz-Innungen. Wie im vergangenen Jahr spendet die Innung Gütersloh zudem 10 Cent pro Test für die Aktion „Lichtblicke“. 

Josef Reckhenrich, Geschäftsführer der Verkehrswacht für den Kreis Gütersloh, und Kfz-Innungsobermeister Hermann Kattenstroth begrüßen das Miteinander von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe mit Verweis auf die alarmierend hohe Mängelquote von 29 Prozent bei der Vorjahresaktion. „Für die Verkehrssicherheit ist die jährliche Aktion unverändert wichtig und liegt damit sehr in unserem Interesse. Sie hilft Autofahrern, Mängel an ihren eigenen Fahrzeugen zu entdecken und abzustellen, für die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer“, betont Reckhenrich. Die Aufschrift der Banner wirbt für die Website www.licht-test.de. Dort finden Autofahrer den Innungsbetrieb vor Ort.

 „Leider sehen wir immer weniger Fahranfänger im Oktober zum kostenlosen Licht-Test in unseren Werkstätten“, beklagt Hermann Kattenstroth. „Dabei ist sehen und gesehen werden das A und O im Straßenverkehr“. Die Kontrolle sei gerade für junge Autofahrer, die mit geringem Budget oft eher ältere Autos fahren, ein absolutes Muss. Die Kfz-Innung rechnet aber allgemein mit einer hohen Beteiligung der Autofahrer und hat 10.000 Licht-Test-Plaketten an ihre Mitgliedsbetriebe herausgegeben. „Bei einem Zeitaufwand zwischen 10 und 15 Minuten bedeuten diese kostenlosen Überprüfungen auch, dass die rund 150 Mitgliedsbetriebe der Innung eine namhafte geldwerte Leistung für die Sicherheit auf unseren Straßen erbringen“, erklärt Obermeister Kattenstroth. Der Licht-Test sei ein Service, bei dem Kfz-Meister kleine Mängel sofort und kostenlos beheben. Nur nötige Ersatzteile und umfangreichere Einstellarbeiten müssten bezahlt werden. Verkehrswacht und Kfz-Innung appellieren gemeinsam an alle Autofahrer, das Gratisangebot zu nutzen. Im Oktober 2019 bemängelten die Kfz-Meisterbetriebe bei jedem fünften Fahrzeug mindestens einen defekten Scheinwerfer. Dies ist auch der Grund, weshalb sich die Verkehrswachten dafür gewinnen ließen, gemeinsam mit den örtlichen Kfz-Innungen Spannbänder über verkehrsreichen Straßen auszuhängen. „Schließlich gehören Einäugige und Blender nicht auf die Straße“, sind sich Kattenstroth und Reckhenrich einig. 2700 Banner werden Autofahrer bundesweit über mehrere Wochen gut sichtbar daran erinnern, die Lichtanlage ihres Fahrzeugs überprüfen zu lassen. Unter anderem unterstützt auch der ADAC die Aktion. 

Udo Schwedes 25 Jahre Ausbilder im Tischlerbildungszentrum

Foto (Waltraud Leskovsek): Gratulation, Lob und Anerkennung bekam der Leiter des Tischlerbildungszentrums, Udo Schwedes, für 25 Jahre Ausbildertätigkeit von Obermeister Jürgen Soetebier.

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück (03.09.2020) Seit 25 Jahren ist Udo Schwedes als Ausbilder im Tischlerbildungszentrum (TBZ) am Heiligenhäuschenweg in Rheda-Wiedenbrück tätig. Das überbetriebliche Ausbildungszentrum ist eine Einrichtung der Tischler-Innung Gütersloh. Obermeister Jürgen Soetebier würdigte im Rahmen der jüngsten Vorstandssitzung die Arbeit des 55-Jährigen, der seinen Job von Anfang an sehr ernst genommen hätte, so als wäre es seine eigene Werkstatt. Die ersten fünf Jahre war Schwedes stellvertretender Leiter und später übernahm er die Führung. Seit einigen Monaten hat er einen Stellvertreter zur Seite bekommen, weil die Aufgaben in der überbetrieblichen Ausbildung immer komplexer werden und gerade im TBZ neben dem traditionellen Handwerk auch die neueste Technologie vermittelt werden soll.

Soetebier lobte an Schwedes, dass er ein besonders Händchen für die jungen Leute hätte und ihnen auf eine bemerkenswerte Weise das Rüstzeug für den Handwerksberuf mitgeben würde. Zudem würde es ihm oft gelingen, auch Menschen zu motivieren, die augenscheinlich zunächst wenig Interesse zeigen. Vielen jungen Männern und Frauen hat er die Begeisterung für das Tischlerhandwerk vermitteln können. Das unterstrichen auch die Berufschullehrer des Reckenberg- Berufskollegs, die eng mit dem TBZ zusammenarbeiten und den kurzen Draht schätzen. Abteilungsleiter Markus Woidich dankte ihm für eine gute Zusammenarbeit im Namen des Kollegiums. 

Verlängerter Ausbildungsstart: Handwerk bietet noch 125 Ausbildungsplätze

(Gütersloh, 01.09.2020) Das Handwerk im Kreis Gütersloh und der Stadt Bielefeld startet heute seine Nachvermittlungsaktion für Auszubildende ins Handwerk. Viele Schulabgänger haben in der Corona-Krise den Eintritt in ihre Ausbildung verpasst. Soweit sie noch nicht volljährig sind, besuchen sie nun wegen der allgemeinen Schulpflicht die Berufsschule - ohne einen Ausbildungsvertrag und ohne konkretes Ausbildungsziel. „Wir wollen diesen Schulabgängern ein sinnvolles Ausbildungsangebot machen. Das Handwerk sucht noch Auszubildende. Der Ausbildungsstart ist sofort möglich“, fasst der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gütersloh Alexander Kostka die Vermittlungsaktion zusammen. 125 Innungsfachbetriebe hätten den Kreishandwerkerschaften in Gütersloh und Bielefeld sowie dem Handwerksbildungszentrum in Brackwede ihre freien Lehrstellen gemeldet. Diese aktuellen Ausbildungsplatzangebote können als Broschüre angefordert werden über info@kh-gt.de unter dem Betreff „Lehrstellenbörse“. Alternativ finden sich alle Angebote auch auf der Website www.kh-gt.de/lehrstellen


839 junge Menschen im Kreis Gütersloh haben im Jahr 2019 eine Ausbildung im Handwerk aufgenommen. Das Handwerk ist damit stärkster Ausbilder im Dienstleitungssektor des Kreises. Einen Spitzenplatz belegt das regionale Handwerk auch im Landesvergleich:  2.128 Unternehmen mit 35.276 Beschäftigten erwirtschaften in 2017 einen Umsatz von 191.067 pro Mitarbeiter. Das sind 8 Prozent mehr als die zweitplatzierte Stadt Münster (175.989 Euro) und 13 Prozent mehr als der Kreis Minden-Lübbecke auf Rang drei (166.824 Euro). Der Landesdurchschnitt beträgt 131.073 Euro Umsatz pro Beschäftigten.

Dachdecker-Innung Gütersloh übergibt Spende für Kinderhilfe

(Dachdeckermeister Philipp Nelle übergibt den Spendenscheck in Höhe von 2.050,- Euro an Hans-Jörg Milse vom ToyRun4Kids e.V.)

(Gütersloh, 24.12.2019). Die Innung des Dachdeckerhandwerks im Kreis Gütersloh spendet 2.050,00 Euro an den Verein ToyRun4Kids e. V.. „Mit dem Geld richtet der Verein eine Kanutour mit Familien aus, die vom Gütersloher Kinderschutzbund betreut werden",  dankte Hans-Jörg Milse im Namen des Vereins ToyRun4Kids e. V. Dachdeckermeister Philipp Nelle als Vertreter der Innung anlässlich der Scheckübergabe. Die Spendengelder hatten die Dachdecker von Besuchern der diesjährigen Baumesse im A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück eingesammelt. Gegen eine kleinen Betrag konnten die Messebesucher Schieferherzen erwerben oder sich im Wettbewerb an einem Nagelbalken messen. Aufgestockt hat die Dachdecker-Innung die Spenden mit Einnahmen aus ihrer Weihnachtstombola.  

Handwerker setzt auf Gesundheit in der Werkstatt / 2. Gesundheitstag im Tischlerbildungszentrum gut besucht

Kreis Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück(wl/05.04.2019). Mit 50 Teilnehmern war der 2. Gesundheitstag der Tischler-Innung Gütersloh erneut ein voller Erfolg.  Mit Check-Ups und Workshops sowie zahlreichen Infos um das körperliche Wohlbefinden wurden die Teilnehmer, die sich aus Firmeninhabern, aber auch Angestellten zusammensetzten, belohnt.

Vom Rückenscreening über Hör- und Sehtests, vom Lungenfunktionstest über die Messung des Cholesterinwertes bis hin zur Ernährungsberatung bot die Tischler-Innung zusammen mit Partnern wie der IKK Classic und der Berufsgenossenschaft Holz und Metall ein umfangreiches Programm. Obermeister Jürgen Soetebier war hoch erfreut, denn das Tischlerbildungszentrum in Rheda-Wiedenbrück hatte sich in eine kleine, kompakte Gesundheitsmesse verwandelt. „Wir möchten Betriebsinhaber und Mitarbeiter - vor allem auch die jüngeren- für das Thema Gesundheit sensibilisieren. Viele Arbeitgeber haben bereits erkannt, dass Gesundheit ein zentraler Baustein für die tägliche Arbeit im Betrieb ist und in den nächsten Jahren auch noch mehr an Bedeutung gewinnen wird“, meinte der Obermeister.

Ein Hauptaugenmerk galt beim Gesundheitstag dem Rücken, der gerade in der Tischlerwerkstatt und auch bei Montagen von schweren Bauteilen hohen Belastungen ausgesetzt wird. In einem Workshop wurden wichtige Tipps zur Rückenstärkung gegeben und bei der Messung des Kräfteverhältnisses lernten auch gestandene Männer, dass ein ausgewogenes Muskelverhältnis zwischen Bauch und Rücken wichtig ist, um körperliche Belastungen zu meistern und die Wirbelsäule zu entlasten. Zum Thema Ernährung wurde das Verhältnis des Gewichtes zum Körperfett gemessen und an Beispielen gezeigt, wie groß die Sünde ist, wenn man ein Stück Schokolade unbedarft isst, weil der kleine Hunger kommt und man danach meist noch mehr möchte. Auf einem Teller daneben lagen sehr anschaulich drei große Möhren, die dem Kalorienwert der Schokolade entsprechen, jedoch mehr Energie liefern und länger satt machen. Auch das Thema Stressbewältigung wurde angesprochen und in einem Workshop durch praktische Entspannungsübungen untermalt. Der persönliche Stresslevel und Vorschläge für eine gesunde Balance gehörten in einem Vier-Augen-Gespräch dazu.

Der 2. Gesundheitstag der Innung Gütersloh wurde innerhalb des Projektes „Innovationscluster Handwerk NRW“ vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gefördert.


Ein kleiner Pieks und schon konnte die Heilpraktikerin den Blutzuckerwert der Teilnehmerin ermitteln. (Foto: Waldtraud Leskovsek)
Zimmermann Sven Pieper lässt sich von Katrin Hake das Gerät zur Kräftemessung Rücken und Bau erklären. (Foto: Waldtraud Leskovsek)

Aschermittwochstreffen bei Tischlerei Steinkämper in Rietberg

v. links: Burkhard Marcinkowski (Geschäftsführer Unternehmerverband), Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder, Klemens Hanfgarn (Landwirtschaftlicher Kreisverband), Markus Miele (Vorstand Unternehmerverband), Jörg Beyer (Handelsverband NRW), Referent Dr. Frank Bauer, Gastgeber Dieter Diekhans, Kreishandwerksmeister Burkhard Brockbals, Alexander Kostka, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft. (Foto: Waltraud Leskovsek)

Kreis Gütersloh/ Rietberg(wl/06, März 2019). Unter dem Dach „Arbeitgeber GT“ arbeiten Unternehmerverband, Kreishandwerkerschaft, Landwirtschaftlicher Kreisverband und Handelsverband gemeinsam für wettbewerbsfähige und nachhaltige Arbeitsbedingungen im Kreis. Das gemeinsame Dach „Arbeitgeber GT“ steht für Mitgliedsbetriebe mit rund 70.000 Beschäftigten im Kreis Gütersloh sowie für eine branchenübergreifende Vertretung der tarif- und sozialpolitischen Positionen. Das traditionelle Aschermittwochstreffen fand in diesem Jahr in der Tischlerei Steinkämper in Rietberg statt. Ganz bewusst findet die Zusammenkunft in größeren Unternehmen oder Institutionen statt, um den Teilnehmern einen Einblick in andere Tätigkeitsfelder als die eigenen zu geben. Der Gastgeber Dieter Diekhans, der seit vielen Jahren Geschäftsführer der Tischlerei Steinkämper ist, hatte sich zusammen mit seinem Team viel Mühe gegeben, die Produktionshalle gemütlich herzurichten. Rund 100 Gäste aus dem gesamten Kreis waren der Einladung gefolgt, nutzten die Gelegenheit zum Austausch und lauschten den Worten des Gastredners Dr. Frank Bauer aus Köln, der zum Thema Digitalisierung in der Arbeitswelt referierte. Er betonte, dass die Roboter ihre Käfige verlassen und inzwischen über eine feine Sensortechnik verfügen würden. Sie würden Hol- und Bringservice-Tätigkeiten erledigen, aber den Menschen noch nicht ersetzen können, zumindest in den meisten Berufen. Im Rahmen einer Studie hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in NRW (IAB) ermittelt, in welchem Ausmaß bestimmte Tätigkeiten oder Berufsfelder von Digitalisierungsprozessen betroffen sind. Der Kreis Gütersloh beschäftigt sehr viele Facharbeiter und ungelernte Kräfte, die betroffen sein könnten. Doch die Digitalisierung würde auf keinen Fall zu einer Massenarbeitslosigkeit führen, betonte der Referent.

Kreishandwerksmeister Burkhard Brockbals meinte abschließend, dass ein jeder sich der modernen Technologie stellen müsse, Fort- und Weiterbildung zur Kernaufgabe machen, aber keine Panik bekommen sollte. Man würde hierbei nicht von morgen oder nächstes Jahr reden. Dieter Diekhans hat 40 Mitarbeiter, darunter neun Auszubildende beschäftigt. Auch er spürt den Änderungsprozess in der Tischlerbranche. Er meint, dass die Wettbewerbsfähigkeit abhängig von der Schnelligkeit der Anpassung der neuen Möglichkeiten ist. Betriebe, die wenig in Maschinentechnik investieren, haben seiner Meinung nach keine Zukunft im Bereich des Dienstleistungssektors. Tischlereien, die angemessen investieren, seien in der Lage, den gehobenen Innenausbau, Laden- und Musterbau für die Industrie zu bedienen. „Moderne Technik sollte dazu dienen, wertige Produkte bezahlbar herzustellen und gleichzeitig ein angemessenes Einkommen zu sichern“, betonte er.

Kreishandwerkerschaft warnt vor dubiosen Dachdeckern

Derzeit versuchen dubiose Dachdeckerkolonnen, Hauseigentümer durch unnötige und preislich vollkommen überhöhte Dachreparaturen übers Ohr zu hauen. Nach den Feststellungen der Kreishandwerkerschaft Gütersloh wurden in den letzten Tagen in verschiedenen Kommunen des Kreises Hausbesitzer von durchreisenden Handwerkern aus dem Bereich Osnabrück angesprochen, die sich als Dachdecker ausgegeben haben. Am zurückliegenden Wochenende lag der Schwerpunkt der Aktivitäten offensichtlich im Bereich Steinhagen.

Die Vorgehensweise ist eigentlich immer die gleiche. Die Eigentümer werden an der Haustür darauf aufmerksam gemacht, dass man Schäden am Dach festgestellt habe und diese schnellstens repariert werden müssten. Da man zufälligerweise etwas Zeit habe, könne man diese Arbeiten sofort erledigen.

Diese Reparaturen sind aber in den meisten Fällen überhaupt nicht notwendig, außerdem werden die Arbeiten vielfach äußerst mangelhaft durchgeführt. Besonders ärgerlich ist auch die Tatsache, dass die verlangten Preise weit überhöht sind und vielfach nicht dem entsprechen, was vorher vereinbart wurde. Natürlich wird auch immer Bargeld gefordert und sehr häufig passiert es, dass noch nicht einmal Quittungen - von Rechnungen ganz zu schweigen - ausgehändigt werden. Damit entfällt auch die steuerliche Absetzbarkeit der Handwerkerkosten, da hierfür eine ordnungsgemäße Rechnung und der Nachweis einer Überweisung zwingend erforderlich sind.

Die Kreishandwerkerschaft rät bei durchreisenden Handwerkern, die unaufgefordert Dienstleistungen an Haus und Hof anpreisen, zur äußersten Zurückhaltung. Hausbesitzer sollten sich auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen lassen und in jedem Fall Vergleichsangebote hiesiger Handwerker einholen.

Neuer Innungsobermeister

von links: Peter Poggengerd, Friedhelm Drüner, Hermann Uekmann

Peter Poggengerd ist neuer Obermeister der Innung des Metallhandwerks für den Kreis Gütersloh. Der 55-jährige Dipl.-Ing. tritt damit die Nachfolge von Schlossermeister Hermann Uekmann an, der sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt hat. Peter Poggengerd ist Inhaber des Zerspanungstechnologie-Unternehmens  Poggengerd in Harsewinkel-Marienfeld mit rd. 40 Beschäftigten. Er  gehört dem Innungsvorstand bereits seit mehreren Jahren an und war vor seiner Wahl bereits stellvertretender Obermeister.

Sein Vorgänger, Hermann Uekmann, hat die Interessen der 90 Mitgliedsbetriebe der Innung über einen Zeitraum von annähernd zwei Jahrzehnten wahrgenommen. Aufgrund seiner Verdienste wurde er von den Mitgliedern zum Ehrenobermeister gewählt. Die Ehrenobermeisterurkunde überreichte ihm Friedhelm Drüner, Geschäftsführer der Innung.



Kfz-Betrieb des Vertrauens ist wichtiger denn je

Grußwort zum Jahreswechsel von Obermeister Reinhard Aschentrup
Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Gütersloh


Die automobile Welt ist heftig in Bewegung.  Seit dem Abgas-Skandal wird das Auto ins Visier genommen. Fast täglich geistern neue Hiobsbotschaften durch die Medien. Blaue Plakette, Fahrverbote, sogar das Ende der Neuzulassungen von Autos mit Verbren-nungsmotoren ab 2030 stehen im Raum. Die Wende zur emissionsfreien Mobilität wird ausgerufen. Das verunsichert viele Verbraucher.

Dabei sieht die Realität noch ganz anders aus. Elektrisch betriebene Fahrzeuge führen nach wie vor ein Nischendasein. Preis, Reichweite und fehlende Lademöglichkeiten halten die Kunden vom Kauf zurück. Die Hersteller kündigen jedoch an, schon in absehbarer Zeit wettbewerbsfähige Fahrzeuge anbieten zu wollen. Eines jedoch ist sicher: Die Wende zu alternativen Antrieben kommt nicht über Nacht.

„Weder wirtschaftlich noch ökologisch und sozial macht es Sinn, eine Antriebsart gegen die andere auszuspielen“, sagt Obermeister Aschentrup. „Es bringt auch nichts, wenn wir demnächst alle mit Elektroautos fahren und der Strom dafür aus einem Kohlekraftwerk kommt. Das ist kein Beitrag zum Klimaschutz.“

Nach Ansicht der Branchenvertreter liegt die nähere Zukunft in immer weiter optimierten Verbrennungsmotoren sowie alternativen Antrieben und Kraftstoffen. Und diese Phase des Übergangs werde deutlich länger dauern als bis zum Jahr 2030. „Deshalb lehnt das Kfz-Gewerbe ein Verbot der Neuzulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2030 ab“, sagt Obermeister Aschentrup. Verantwortungsvolle Umweltpolitik müsse technologieoffen sein. „Wir leben in Deutschland zurzeit mit einem Bestand von rund 55 Millionen fast ausschließlich konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Und die werden nicht von heute auf morgen ausgetauscht.“

Umso wichtiger sei es aus Sicht der Kunden, das Autohaus und die Werkstatt des Vertrauens in ihrer Nähe zu wissen. Sie sorgen dafür, die individuelle Mobilität der Menschen im Land zu sichern. Und diesen Job machen sie nach Ansicht der Autofahrer sehr gut. Das ergab der „Kundenmonitor Deutschland 2016“. Darin zeigten sich Autokunden mit der Leistung der Kfz-Betriebe „vollkommen zufrieden“. Das Kfz-Gewerbe konnte sich mit der Bewertung 1,87 auf dem hohem Niveau der Vorjahre halten (2015: 1,9) und erreichte den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Die 38.400 Kfz-Betriebe wickeln pro Jahr rund 70 Millionen Werk-stattaufträge ab. „Wenn eine Branche sich auf diesem hohen Niveau stabil zeigt, spricht das für die Top-Qualität der Arbeit, hohe Zuverlässigkeit und ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zwi-schen den Kunden und unseren Betrieben“, sagt Obermeister Aschentrup.

Und diese Betriebe nehmen auch ihre soziale Verantwortung durch die Ausbildung des Nachwuchses wahr. Das zeigt sich auch in der Kfz-Innung Gütersloh.  „Zum neuen Ausbildungsjahr haben 117 junge Menschen ihre technische oder kaufmännische Ausbildung in den hiesigen Autohäusern und Werkstätten begonnen“,  so Obermeister Aschentrup. Bundesweit bildet das Kfz-Gewerbe fast 90.000 junge Menschen aus.

Die wirtschaftlichen Aussichten für das Kfz-Gewerbe im kommenden Jahr beschreibt Obermeister Aschentrup vorsichtig optimistisch. Nach den diesjährigen Zuwächsen beim Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sowie im Service werde sich der Markt im Jahr 2017 konsolidieren.

So rechnet der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) für das Jahr 2017 mit einer leicht rückläufigen Zahl bei den Neuzulassungen mit rund 3,2 Millionen Einheiten. Im Gebrauchtwagenmarkt ist für 2017 von einer vergleichbaren Entwicklung wie in diesem Jahr mit 7,3 bis 7,4 Millionen Besitzumschreibungen auszugehen. Der Service-Sektor wird sich laut ZDK etwa auf dem Niveau dieses Jahres einpendeln.

Wenn die Tage kürzer werden / Licht-Test-Aktion der Verkehrswacht und Kfz-Innung

Foto v. links: Petra Hubrich (Geschäftsstelle der Kfz-Innung), Reinhard Aschentrup, Matthias Trepper (Vorsitzender Verkehrswacht), Landrat Sven-Georg Adenauer, Norbert Fischer, Polizeihauptkommissar Lutz Peisker

Vom 01. bis zum 31. Oktober bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung Gütersloh wieder den kostenlosen Test der Fahrzeugbeleuchtung an.

Seit 60 Jahren setzen sich die Verkehrswacht des Kreises und die Innung für den auch vom ADAC unterstützten Licht-Test zu Beginn der dunklen Jahreszeit ein. „Sehen und gesehen werden“, lautet die Devise von Norbert Fischer, Geschäftsführer der Verkehrswacht, und Reinhard Aschentrup, Obermeister der Kfz-Innung für den Kreis. Zusammen haben sie ein entsprechendes Banner in der Kfz-Zulassungsstelle im Kreishaus an der Herzebrocker Straße in Gütersloh ausgehängt. „Wir haben diesen Ort ganz bewusst ausgesucht, weil wir hier täglich unmittelbar viele Autofahrer erreichen können“.

Norbert Fischer begrüßt das Miteinander von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe aufgrund der alarmierend hohen Mängelquote von 35 % bei der Vorjahresaktion. Neben der falschen Einstellung der Scheinwerfer wurden häufig defekte Hauptscheinwerfer festgestellt. Rund 10 % der Mängel entfallen auf die rückwärtigen Lichter, die Nummernschildbeleuchtung oder das Bremslicht. „Leider sehen wir wenig Fahranfänger im Oktober zum kostenlosen Licht-Test in unseren Werkstätten“, beklagt Reinhard Aschentrup. Die Innung wird deshalb besonders auch in den Berufsschulen für die Aktion werben, weil dort viele junge Fahranfänger erreicht werden können.

Wie im vergangenen Jahr, spendet die Innung 10 Cent pro Test für die Aktion „Lichtblicke“. Insgesamt 30.000 Licht-Test-Plaketten hat die Innung an ihre rd. 150 Mitgliedsbetriebe herausgegeben. Auch Landrat Sven-Georg Adenauer und Polizeihauptkommissar Lutz Peisker von der Kreispolizeibehörde Gütersloh begrüßen die Aktion, weil sie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt. „Zwar erheben wir bei einer Verkehrskontrolle für einen defekten Scheinwerfer nicht unbedingt gleich ein Bußgeld, darum kümmern sollte man sich als Autofahrer aber schnellstmöglich“. Die komplexe Lichttechnik vieler Fahrzeuge stellt die Kfz-Werkstätten beim Licht-Test vor große Herausforderungen. Zwar ist die reine Sichtprüfung der Funktionen Abblend-, Fern- und Nebellicht nach wie vor mit dem Scheinwerfer-Prüfgerät möglich. Stellt der Kfz-Mechatroniker jedoch Abweichungen von der Norm fest, lässt sich der Fehler häufig nicht mehr einfach per Schraubendreher beheben, wie früher bei Taunus, Käfer und Kadett. Dann geht es nur mit dem Auslesen der Steuerelektronik und der Neujustierung des Scheinwerfersystems mit einem elektronischen Testgerät weiter. Und das ist nicht mal eben schnell im Vorbeigehen gemacht. „Dafür müssen die Kfz-Meisterbetriebe, die sich am Licht-Test beteiligen, den notwendigen Aufwand berechnen“, sagt Obermeister R. Aschentrup.

Die kostenlose Sichtprüfung hingegen ist auch weiterhin Teil des jährlichen Licht-Tests. In den kommenden Jahren wird die Anzahl der Fahrzeuge mit elektronisch gesteuerten Lichtquellen und variablen Lichtverteilungen weiter steigen. Schätzungen besagen, dass der LED-Anteil bei neu auf den Markt kommenden Modellen im Jahr 2020 rund 70 Prozent bei Front- und Heckbeleuchtung betragen wird.

Neue Fachkräfte im Feinwerkmechanikerhandwerk

Mit guten und sehr guten Ergebnissen haben acht Auszubildende ihre vorzeitige Gesellenprüfung zum Feinwerkmechaniker mit dem Schwerpunkt Maschinenbau  erfolgreich abgeschlossen.

Torben Brakel, Jan Marvin Hoffmann, (beide Firma Hüttenhölscher Maschinenbau, Verl) Marcel Krämer, Daniel Nölkensmeier und Michael Scholhölter (Firma Kraft Maschinenbau, Rietberg) wurden für ihre mit der Note „sehr gut“ bestandenen Prüfung vom Prüfungsausschussvorsitzenden Harald Bamberger mit kleinen Präsenten besonders ausgezeichnet. Er forderte die jungen Gesellen auf, die erfolgreich abgeschlossene Gesellenprüfung als Basis für ein weiteres lebenslanges Lernen zu nutzen.

Die besten der  neuen Gesellen werden aufgrund ihrer guten Leistungen zum Leistungswettbewerb eingeladen. Die Abschlussfeier mit Übergabe der Gesellenbriefe und der Berufschulzeugnisse fand im Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück statt. Der Prüfungsausschuss gratulierte allen frisch gebackenen Gesellen zu ihren außerordentlichen betrieblichen und schulischen Leistungen und wünschte ihnen viel Erfolg im weiteren beruflichen und privaten Leben.

von links: Walter Pepping und Dr. Andreas Alke (Prüfungsausschussmitglieder),
Jan Hoffmann und Torben Brakel (Ausbildungsbetrieb: Firma Hüttenhölscher, Verl), Umut Cetinbag (Ausbildungsbetrieb: ALPHAMATIC, Herzebrock-Clarholz), Stefan Morre (Reckenberg Berufskolleg), Thomas Breische (Ausbildungsbetrieb: Lübbering, Herzebrock-Clarholz), Harald Bamberger (Prüfungsausschuss), Marcel Krämer, Michael Scholhölter und Daniel Nölkensmeier (Ausbildungsbetrieb Kraft, Rietberg), Dominik Kauter (Ausbildungsbetrieb Lübbering), Thorsten Schulte (Prüfungsausschuss), Oberstudienrat Heinz Buddenbäumer und Studienrat Wigbert Hamschmidt (Prüfungsausschussmitglieder)

Ausbildungsprojekt für Flüchtlinge

Die Teilnehmer am Pilotprojekt mit den Vertretern der SHK-Innung, v. links: Innungsmitglied Ludger Liermann, Armen Ghazaryan, Amer Issa, Mouhenad Hashem, Omar Farooq Hotak, James Saloum, Kheri Yousif, Werkstattleiter Marcus Kersting, Innungsobermeister Veit Wixforth, KH-Geschäftsführer Friedhelm Drüner, Lehrlingswart Bertram Barzak.

Handwerk und Reckenberg Berufskolleg arbeiten zusammen

„Wir wollten handeln statt abwarten“, beschreiben Elke Brost, Schulleiterin des Reckenberg Berufskollegs Rheda-Wiedenbrück, und Veit Wixforth, Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Gütersloh, übereinstimmend ihre Beweggründe, die zur Umsetzung eines Ausbildungsprojekts für Flüchtlinge geführt haben. Ziel des Vorhabens ist es, den teilnehmenden jungen Männern im Alter von 18 bis 28 Jahren eine fundierte berufliche Perspektive im SHK-Handwerk zu ermöglichen. Dahinter steht ein zwischen Schule und Innung abgestimmtes Verfahren, um die Teilnehmer durch eine Mischung aus Schulunterricht, praktischer Werkstattarbeit und Betriebspraktikum auf eine weitergehende Einstiegsqualifizierungsmaßnahme vorzubereiten. Erst danach, da sind sich die Initiatoren einig, macht eine reguläre Ausbildung im SHK-Handwerk Sinn. Kurz vor Abschluss des achtwöchigen Pilotprojekts ziehen alle Beteiligten ein positives Fazit.

Fehlende oder nur in Ansätzen vorhandene Sprachkenntnisse der Teilnehmer wurden von den Initiatoren von vornherein in den Planungen berücksichtigt. Deshalb liegt der Schwerpunkt dieser Vorbereitungsmaßnahmen in der Vermittlung von Sprachkompetenz. Mit Dr. Feldmann von der Uni Münster ist es dem Reckenberg Berufskolleg gelungen, einen renommierten Wissenschaftler mit ins Boot zu nehmen, der über sehr viele Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt und auf dieses Projekt zugeschnittene Unterrichtsmaterialien für die Sprachförderung in der Arbeitswelt entwickelt. Schulunterricht und die praktische Arbeit in der Lehrwerkstatt der Innung sind deshalb stark vom fachbezogenen Deutsch geprägt. Diese Kenntnisse können die Teilnehmer dann beim Praktikumstag im Handwerksbetrieb einsetzen und ausprobieren. Ludger Liermann, Inhaber eines SHK-Fachbetriebes aus Rheda-Wiedenbrück, ist von seinem Praktikanten Armen Ghazaryan begeistert. „Armen ist sehr motiviert und lernt schnell“. Liermann könnte sich gut vorstellen, den jungen Mann nach einer einjährigen Einstiegsqualifizierung, bei der er weiterhin ein bis zwei Tage ein Praktikum bei ihm absolviert, als Lehrling einzustellen. „Jetzt nach dem Pilotprojekt müssen alle Partner sich wieder zusammensetzen, um die nächsten Schritte zu unternehmen“, erklärt Elke Brost. Sie hofft, dass sie nach den Sommerferien eine Qualifizierungsklasse mit mindestens 16 handwerklich interessierten Migranten zusammen bekommt.

Auch im ersten Jahr der Ausbildung sollen die Teilnehmer weiterhin sprachlich gefördert werden, damit sie dann in den ganz normalen Berufsschulklassen keine Probleme bekommen. „Unser Ziel ist es, dass die Flüchtlinge hier möglichst schnell Integration erfahren“, so Brost. Engagement bei diesem Projekt wird von allen Seiten benötigt. Das Berufskolleg hat das achtwöchige Pilotprojekt zusätzlich mit den eigenen Lehrkräften gestemmt. Die Innung hat für den Werkstattunterricht und die Praktikumsplätze in den Mitgliedsbetrieben gesorgt. „Wir sprechen hier immerhin von viereinhalb Jahren, bis die Teilnehmer als gut ausgebildete Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und letztendlich richtig Geld verdienen können“, erklärt Friedhelm Drüner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „Wir hoffen, dass sie alle durchhalten“. Für Drüner kann eine Integration auf Dauer in aller Regel nur mit einer erfolgreichen Ausbildung gelingen. „Uns ist auch klar, dass es für diese jungen Männer möglicherweise attraktiver ist, kurzfristig eine einigermaßen bezahlte Beschäftigung als Hilfskraft aufzunehmen. Bei der ersten konjunkturellen Abschwächung würden sie dann aber auch gleich wieder auf der Straße stehen. Davor schützt der Ausbildungsabschluss.

Dass das Handwerk auf diese Weise seinen zukünftigen Facharbeiterbedarf sichern kann, glaubt Drüner nicht, „aber es hilft sicher bei der Bewältigung des Problems“. Die Testphase war auf jeden Fall für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Stolz zeigen die zehn Migranten einen Grill, den sie im Werkstattunterricht selbst gebaut haben. Werkstattleiter Marcus Kersting sind die zehn Männer richtig ans Herz gewachsen. „Sie waren sehr motiviert, wollten immer gleich wissen, wie die Werkzeuge heißen und waren glücklich, dass sie lernen und arbeiten durften“, berichtet er aus seinen Erfahrungen. Die SHK-Innung steht in den Startlöchern. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn die angestrebte Klassenstärke erreicht würde. Ich sehe kein Problem darin, Praktikumsplätze für alle zu finden“, meint der Lehrlingswart der Innung, Bertram Barzak. Zu Beginn des neuen Schuljahres möchte Elke Brost gerne noch eine Informationsveranstaltung anbieten, in der das Projekt noch einmal intensiv vorgestellt wird.

Wenn die Tage kürzer werden Licht-Test-Aktion der Verkehrswacht und der Kfz-Innung

Foto v. links: Wolfgang Koch (Verkehrswacht), Obermeister der KFZ-Innung Reinhard Aschentrup, Vorsitzender Verkehrswacht Gütersloh Andreas Bulau, Landrat Sven-Georg Adenauer, Petra Hubrich von der Innungs-Geschäftsstelle (Kreishandwerkerschaft) werben vor dem Kreishaus für die Licht-Test-Aktion 2015, die am 01.10.2015 offiziell gestartet ist. (Quelle: Waltraud Leskovsek)

Seit fast 60 schon Jahren setzen sich Verkehrswacht und KFZ-Innung gemeinsam für den Licht-Test zu Beginn der dunklen Jahreszeit ein. In diesen Tagen weisen wieder zahlreiche Banner an Brücken und vielen markanten Stellen im Kreis Gütersloh Autofahrer den Weg zum Licht-Test 2015 in die Werkstätten. Vom 1. bis zum 31. Oktober bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung wieder den kostenlosen Test der Fahrzeugbeleuchtung an. Verkehrswacht und Innung appellieren nun an alle Autofahrer, das Gratis-Angebot im Oktober zu nutzen, denn die Devise lautet: „Sehen und gesehen werden“. Auch Landrat Sven-Georg-Adenauer begrüßt das Miteinander von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe. „Für die Verkehrssicherheit ist die jährliche Aktion unverändert wichtig“. Sie hilft Autofahrern, Mängel an ihren eigenen Fahrzeugen zu entdecken und abzustellen - für die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer“, betont er. Hauptmangel sind defekte Hauptscheinwerfer, gefolgt von falscher Einstellung der Scheinwerfer. Rund 10 Prozent Mängel fallen auf die rückwärtigen Lichter, Nummernschildbeleuchtung oder Bremslicht. „Leider sehen wir immer weniger Fahranfänger im Oktober zum kostenlosen Licht-Test in unseren Werkstätten“, beklagt Reinhard Aschentrup. Die Kontrolle sei gerade für junge Autofahrer, die mit geringem Budget oft eher ältere Autos fahren, ein absolutes Muss. Deshalb gibt es in diesem Jahr als Anreiz ein Gewinnspiel für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Die Kfz-Innung verlost insgesamt 12 Fahrsicherheitstrainings für diese Altersgruppe. Die Innung rechnet mit einer hohen Beteiligung der Autofahrer und hat 30.000 Licht-Test-Plaketten an ihre Mitgliedsbetriebe herausgegeben. „Bei einem Zeitaufwand zwischen 10 und 15 Minuten bedeuten diese kostenlosen Überprüfungen auch, dass die 150 Mitgliedsbetriebe der Innung eine namhafte geldwerte Leistung für die Sicherheit auf unseren Straßen erbringen“, erklärt Obermeister Reinhard Aschentrup. Unter anderem unterstützt auch der ADAC die Aktion.

Christoph Born ist Kammersieger der Tischler in OWL

In der ersten Reihe die drei Platzierten v. links Simon Voßkord, Sieger Christoph Born, Raphael Fortmeier. Dahinter v. links: Renate Dank, Udo Schwedes, Heiko Bahls, Marius Bettentrup, Nils Brünger, Maximilian Fröhling, Raphael Gaidies, Jürgen Pieper.

Innung Gütersloh bestens vertreten. Beim Leistungswettbewerb der Tischler auf Kammerebene hatte wieder einmal ein Absolvent aus der Innung Gütersloh die Nase vorn. Christoph Born, der sein Rüstzeug in der Tischlerei Steinkämper in Rietberg erworben hat, konnte sich im Tischlerbildungszentrum in Rheda-Wiedenbrück gegen sechs Mitstreiter mit einer erstklassigen Arbeit durchsetzen. Für die Tischlerinnung Gütersloh traten neben Born noch Marius Bettentrup und Simon Voßkord an. Voßkord wurde Zweiter. Platz drei belegte Raphael Fortmeier von der Innung Paderborn. Die Teilnehmer hatten ihre Gesellenprüfung im Sommer dieses Jahres mit hervorragenden Noten bestanden und wurden von der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld zu diesem Wettbewerb eingeladen. Renate Dank von der Handwerkskammer gratulierte den jungen Gesellen zu ihren überdurchschnittlichen Leistungen. „Wer hier teilnimmt, gehört schon zu den Besten, deshalb sind für mich heute alle Sieger“, betonte sie. Sie lud Christoph Born nun zum nächsten Leistungswettbewerb auf Landesbebe ein, der am 10. Oktober 2015 in Soest bei der Innung Südwestfalen Arnsberg stattfindet. Born konnte schon jetzt seine Teilnahme zusagen.
Rund acht Stunden Zeit hatten die jungen Handwerker, um einen Blumenständer aus Kiefernholz zu fertigen. Der auf den ersten Blick einfach gestaltete Ständer hatte es jedoch in sich. Durchgestemmte Zapfen mit Keil, Fingerzinken und klassische Holzverbindungen waren gefragt. Zu den Prüfern gehörten der Leiter des Bildungszentrums, Udo Schwedes sowie Jürgen Pieper (Innung Herford) und Heiko Bahls (Innung Paderborn-Lippe). Auch das Prüfertrio war sich einig, dass nur Sieger vor ihnen sitzen, weil am Ende lediglich Kleinigkeiten über den Sieg entscheiden. Heiko Bahls gab den jungen Talenten mit auf den Weg, immer daran zu denken, dass sie einen der schönsten Berufe ausüben, weil man Dinge schaffe, die Menschen glücklich werden lassen. Einige der Teilnehmer streben eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker an, andere ein Studium in Richtung Holztechnik und zwei wollen zunächst einmal im Beruf arbeiten und Erfahrungen sammeln. Schwedes freute sich besonders, dass einer seiner ehemaligen Schützlinge Kammersieger geworden ist und drückt Christoph Born nun die Daumen, dass er auch auf Landesebene so viel Erfolg und ein ruhiges Händchen hat. Wenn alles klappt kann er sich vielleicht schon bald mit den besten Tischlern Deutschlands messen. Für die drei besten Teilnehmer gab es zudem Preisgelder, gestiftet von den beteiligten Innungen.

Zimmerei Brüggenjürgen feier 50-jähriges Betriebsjubiläum

Ehrung durch die Innung:
Untere Reihe: Geschäftsführer Friedhelm Drüner, Obermeister Stefan Petermeier, Hubert Brüggenjürgen sen., Ehefrau Maria Brüggenjürgen, Hubert Brüggenjürgen jun. sowie Petra Niehüser (zweite Reihe) und die Beschäftigten des
Unternehmens.

Großer Andrang beim Zimmereibetrieb Brüggenjürgen in Rietberg-Westerwiehe. Es gab gleich zwei Gründe, ausgiebig zu feiern. Hubert Brüggenjürgen sen. hat vor 50 Jahren seine Meisterprüfung im Tischlerhandwerk abgelegt und damit die Grundlage für seine Selbständigkeit geschaffen. Er konnte deshalb nicht nur sein Meisterjubiläum, sondern auch das 50-jährige Geschäftsjubiläum mit seiner Ehefrau Maria begehen.  Brüggenjürgen ist ein gutes  Beispiel für die  Flexibilität von Handwerkern. Nachdem er erkannte, dass die Nachfrage seiner Kunden sich zunehmend in Richtung Zimmererarbeiten verlagerte, hat er 1979 auch noch die Meisterprüfung im Zimmererhandwerk abgelegt. Mittlerweile  bildet dieser Bereich den Schwerpunkt des Unternehmens. Mit der Umwandlung in eine GmbH zum 01.01.2015 ist die Firma in die nächste Generation übergegangen. Auch Hubert jun. hat zwei Meisterprüfungen abgelegt und ist Meister im Zimmerer- sowie im Dachdeckerhandwerk. Im Jahr 2014 hat er zusätzlich noch einen Abschluss als Betriebswirt erworben. Tochter Petra Niehüser (geb. Brüggenjürgen) ist für den kaufmännischen Bereich zuständig. Seit der Gründung  wurden 30 Lehrlinge im Betrieb ausgebildet. Derzeit beschäftigt das über die Region hinaus bekannte Unternehmen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 3 Lehrlinge. Zum Jubiläum gratulierten Innungsobermeister Stefan Petermeier und Innungsgeschäftsführer Friedhelm Drüner. Sie überreichten den Goldenen Meisterbrief und die Urkunde zum 50-jährigen Geschäftsjubiläum.

Firma Sasse feiert 50-jähriges Betriebsjubiläum

Obermeister Andreas Meier überreicht die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Bielefeld

„Alles was der Landwirt braucht“ umschreibt Josef Sasse das Dienstleistungsspektrum seines Betriebes, den er seit 50 Jahren in Rietberg-Westerwiehe betreibt. Der Landmaschinenmechanikermeister repariert Traktoren und andere landwirtschaftliche Maschinen, baut Stalltechnik ein und lötet bei Bedarf hin und wieder auch mal eine undichte Dachrinne - eben alles, was seine Kunden wünschen. Sasse hat in den 5 Jahrzehnten mehrere Lehrlinge ausgebildet und wird tatkräftig unterstützt durch seine Ehefrau. Seit 50 Jahren gehört Josef Sasse auch der Innung für Land- und Baumaschinentechnik an. Zum Jubiläum gratulierten Innungsobermeister Andreas Meier und Innungsgeschäftsführer Friedhelm Drüner. Mit im Gepäck hatten sie auch eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Ostwest-falen-Lippe zu Bielefeld.

Starkes Interesse am Girl's Day im HBZ Brackwede

Junge Frauen scheinen immer mehr Interesse an Männerberufen zu haben. Am diesjährigen Girl's Day besuchten 20 interessierte und hoch motivierte Mädchen das HBZ Brackwede Fachbereich Bau e.V. um typische Bauberufe wie z.B. Maurer, Straßenbauer und Zimmerer kennen zu lernen. Nicht nur zuschauen war angesagt; vielmehr haben die jungen Frauen  praktische Übungen über die gesamte Bandbreite der Berufspalette des HBZ Brackwede durchgeführt. Vielen hat die handwerkliche Arbeit zugesagt und die Mädchen fanden Gefallen daran.

Weibliche Auszubildende sind für die Ausbilder im HBZ Brackwede nicht außergewöhlich, denn in den vergangenen Jahren haben z. B. mehrere Zimmerinnen und Stuckateurinnen erfolgreich den überbetrieblichen Teil ihrer Ausbildung abgeschlossen. Gerade in den Bauberufen, die von Kreativität geprägt sind, haben Frauen durchaus die Nase vorn. Außerdem bietet eine abgeschlossene Ausbildung im Handwerk eine solide Grundlage für einen weiteren Aufstieg - sei es zur Handwerksmeisterin oder zum Diplom-Ingenieur.

Trainingswerkstatt startet im HBZ Brackwede

40 Teilnehmer/innen für den Bereich Bautechnik und Handwerk

Nach erfolgreicher „AZAV“-Zertifizierung (Akkreditierungs- und Zulassungs-verordnung Arbeitsförderung) hat das Handwerksbildungszentrum Brackwede die Maßnahme „Trainingswerkstatt Bautechnik und Handwerk" inkl. Führerschein Klasse B in Zusammenarbeit mit dem jobcenter Bielefeld, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bielefeld und der DEKRA Akademie GmbH begonnen.

Bei der Bildungsmaßnahme geht es darum, langzeitarbeitslose Menschen in beruflicher und sozialer Hinsicht weiter zu qualifizieren, Fähigkeiten zu entdecken und Kompetenzen zu stärken.

Die deutsche Bauwirtschaft leidet stark unter einem Fachkräftemangel; viele Arbeitsstellen bleiben unbesetzt. Hier setzt die Qualifizierung an: Die Teilnehmer erhalten in 6 Monaten eine kombinierte Ausbildung, bestehend aus Praxisteil mit integriertem Sprachkurs und dem Erwerb des Führerscheins (Klasse B).

„Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan; es bietet hervorragende berufliche Perspektiven. Die Betriebe brauchen mehr denn je qualifizierte Mitarbeiter. Hierfür schaffen wir mit der neu begonnen Maßnahme die Grundlage“, so Klaus-Werner Schäfer, Geschäftsführer des HBZ Brackwede.

„Die Maßnahme stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Helfer auszubilden. Diese Qualifikation bietet eine gute Chance zum Übergang in eine Beschäftigung“, bestätigt Johannes Wiefel, Teamleiter und stellv. Bereichsleiter vom jobcenter Bielefeld.

Long-Board statt Schachbrett

Statt des klassischen Schachbrettes, das die Auszubildenden seit vielen Jahren im Rahmen des Oberflächenlehrgangs im Tischlerbildungszentrum (TBZ) in der Regel anfertigen, hat TBZ-Leiter Udo Schwedes den Lehrlingen nun erstmals angeboten, ein Long-Board zu bauen. Mit dieser Idee traf er direkt ins Herz der jungen Tischlerinnen und Tischler. Nach dem Ausschneiden der rund 100 cm langen Boards mussten zunächst die Deckfurniere zusammengesetzt werden. Bei der an-schließenden Oberflächengestaltung konnten die jungen Leute ihrer kreativen Seite freien Lauf lassen. Von Effektlackierungen mit Glitter über das Einarbeiten von Mustern und Schriftzügen bis hin zu Hochglanzoberflächen war alles möglich. Mit dieser hochwertigen Ausführung ernten die jungen Tischler/Innen garantiert neidische Blicke, wenn sie damit über die Straßen sausen. Rollen und Achsen musste sich jeder selbst besorgen. Gemeinsames Probefahren im Flur des Ausbildungszentrums gehörte am Ende dazu, bei dem der eine oder andere, der zuvor noch nie auf einem solchen Sportgerät gestanden hat, für zirkusreife Einlagen sorgte. „Es hat Spaß gemacht, etwas neues und innovatives anzubieten und damit zu verdeutlichen, dass der Beruf des Tischlers heute modern ist und eine große Bandbreite an Kreativität erlaubt“, erklärte Schwedes. Die ersten Longboarder waren übrigens die Surfer, die auf die Idee kamen, Rollen unter ihre Bretter zu montieren um den Spaß auf dem Brett auch auf der Straße zu erleben. Das Longboarden erlebt erst vor kurzer Zeit eine Wiedergeburt und wird wieder vermehrt in die Städte und auf die Straßen gebracht. Wer weiß, vielleicht löst Schwedes mit seiner innovativen Idee einen Longboard-Boom im Kreis Gütersloh aus. Die jungen Tischler/Innen, die im Sommer zur Gesellenprüfung antreten, sind auf jeden Fall begeistert und die meisten von ihnen beherrschen die Techniken des Sliden, Carven und Cruisen schon ganz gut.

Erstmals baute eine Tischlerklasse während des Oberflächenkurses in der überbetrieblichen Ausbildung ein Longboard. Vorne rechts sitzend TBZ-Leiter Udo Schwedes. (Quelle Waltraud Leskovsek)