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200-jähriges Bestehen bei Metallbau Uekmann



Foto: Ein besonders Jubiläum wurde am Dienstag in der Firma Uekmann in Gütersloh gefeiert. Die Schlosserei-Metallbau besteht seit nunmehr 200 Jahren. v. links Hermann Uekmann, Handwerkskammerpräsident Peter Eul, Georg Effertz, Peter Poggengerd, Carsten Uekmann, Alexander Kostka. (Foto: Waltraud Leskovesek)

02.10.2020

Ein wenig anders als ursprünglich geplant, aber dennoch in einem schönen und würdigen Rahmen, feierte das Gütersloher Unternehmen Schlosserei-Metallbau Uekmann am Dienstag sein 200-jähriges Bestehen.


Viele Unternehmen gibt es nicht, die 200 jährige Geschichte schreiben können und auch noch in Familienbesitz sind. Hermann Uekmann ist mit seinen 78 Jahren immer noch tagtäglich im Unternehmen anzutreffen und unterstützt seinen Sohn Carsten noch tatkräftig, der in der sechsten Generation mit im Unternehmen ist.

Uekmann erzählte ein wenig aus den Anfängen in der Berliner Straße, wo am 29. September 1820 die Firma durch Eberhard Heinrich Uekmann inmitten von Gütersloh als Hufschmiede gegründet wurde. Er erzählte von guten aber auch von schlechten Zeiten, die so eine 200-jährige Firmengeschichte schreibt. Einen Aufschwung hätten sie vor 30 Jahren mit der Wiedervereinigung erlebt. Das Unternehmen hätte sich immer der Zeit und dem Markt angepasst. Selbst der Verkauf und Reparatur von Rasenmähern sei über viele Jahre ein Unternehmenszweig gewesen. 

Die Glückwünsche der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe überbrachte der Präsident Peter Eul. „Es ist mir eine große Ehre, bei diesem schönen Jubiläum dabei sein zu dürfen“, betonte er. Das Wort Tradition bekäme bei Uekmann eine ganz neue Bedeutung. „Hier wird das Feuer weitergeleitet und nicht die Asche bewahrt“, lobte er. Das Handwerk ist moderner geworden. Uekmann würde es verstehen, vorbildlich Digitalisierung und Nachwuchsförderung ins rechte Licht zu setzen. „Dafür spreche ich Ihnen meine große Anerkennung aus“, so der Handwerkspräsident. Er überreichte zum Jubiläum eine Urkunde, in der für die Stärke und Leistung und die feste Zugehörigkeit zur handwerklichen Gemeinschaft beglückwünscht wurde. 

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gütersloh, Alexander Kostka, hatte eine alte Urkunde aus dem Jahre 1912 dabei, die zufällig bei Aufräumarbeiten entdeckt worden ist. Auf der ist die Gründung der ersten allgemeinen Handwerkerinnung Gütersloh festgehalten. Hermann Heinrich Uekmann war seinerzeit Gründungsmitglied. Kostka dankte insbesondere dem Senior Hermann Uekmann für sein Engagement als Obermeister und auch als stellvertretender Kreishandwerksmeister. Als er diesen Posten abgab, schlug er Georg Effertz vor, der das Amt annahm und nun kurz vor der Wahl des Kreishandwerksmeisters steht. Effertz dankte Uekmann für seine stets sachliche aber dennoch beharrliche Art, Dinge nach vorne zu bringen. Der Obermeister der Innung des Metallhandwerks Gütersloh Peter Poggengerd lobte das soziale Engagement der Firma. Der Gruß aller Redner ging an Gerda Uekmann, die im Betrieb die kaufmännischen und buchhalterischen Aufgaben bis vor einigen Jahren verantwortlich innehatte. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an er Feierstunde teilnehmen.