Pressemitteilungen:

Wenn die Tage kürzer werden / Licht-Test-Aktion der Verkehrswacht und Kfz-Innung

Foto v. links: Petra Hubrich (Geschäftsstelle der Kfz-Innung), Reinhard Aschentrup, Matthias Trepper (Vorsitzender Verkehrswacht), Landrat Sven-Georg Adenauer, Norbert Fischer, Polizeihauptkommissar Lutz Peisker

Vom 01. bis zum 31. Oktober bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung Gütersloh wieder den kostenlosen Test der Fahrzeugbeleuchtung an.

Seit 60 Jahren setzen sich die Verkehrswacht des Kreises und die Innung für den auch vom ADAC unterstützten Licht-Test zu Beginn der dunklen Jahreszeit ein. „Sehen und gesehen werden“, lautet die Devise von Norbert Fischer, Geschäftsführer der Verkehrswacht, und Reinhard Aschentrup, Obermeister der Kfz-Innung für den Kreis. Zusammen haben sie ein entsprechendes Banner in der Kfz-Zulassungsstelle im Kreishaus an der Herzebrocker Straße in Gütersloh ausgehängt. „Wir haben diesen Ort ganz bewusst ausgesucht, weil wir hier täglich unmittelbar viele Autofahrer erreichen können“.

Norbert Fischer begrüßt das Miteinander von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe aufgrund der alarmierend hohen Mängelquote von 35 % bei der Vorjahresaktion. Neben der falschen Einstellung der Scheinwerfer wurden häufig defekte Hauptscheinwerfer festgestellt. Rund 10 % der Mängel entfallen auf die rückwärtigen Lichter, die Nummernschildbeleuchtung oder das Bremslicht. „Leider sehen wir wenig Fahranfänger im Oktober zum kostenlosen Licht-Test in unseren Werkstätten“, beklagt Reinhard Aschentrup. Die Innung wird deshalb besonders auch in den Berufsschulen für die Aktion werben, weil dort viele junge Fahranfänger erreicht werden können.

Wie im vergangenen Jahr, spendet die Innung 10 Cent pro Test für die Aktion „Lichtblicke“. Insgesamt 30.000 Licht-Test-Plaketten hat die Innung an ihre rd. 150 Mitgliedsbetriebe herausgegeben. Auch Landrat Sven-Georg Adenauer und Polizeihauptkommissar Lutz Peisker von der Kreispolizeibehörde Gütersloh begrüßen die Aktion, weil sie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt. „Zwar erheben wir bei einer Verkehrskontrolle für einen defekten Scheinwerfer nicht unbedingt gleich ein Bußgeld, darum kümmern sollte man sich als Autofahrer aber schnellstmöglich“. Die komplexe Lichttechnik vieler Fahrzeuge stellt die Kfz-Werkstätten beim Licht-Test vor große Herausforderungen. Zwar ist die reine Sichtprüfung der Funktionen Abblend-, Fern- und Nebellicht nach wie vor mit dem Scheinwerfer-Prüfgerät möglich. Stellt der Kfz-Mechatroniker jedoch Abweichungen von der Norm fest, lässt sich der Fehler häufig nicht mehr einfach per Schraubendreher beheben, wie früher bei Taunus, Käfer und Kadett. Dann geht es nur mit dem Auslesen der Steuerelektronik und der Neujustierung des Scheinwerfersystems mit einem elektronischen Testgerät weiter. Und das ist nicht mal eben schnell im Vorbeigehen gemacht. „Dafür müssen die Kfz-Meisterbetriebe, die sich am Licht-Test beteiligen, den notwendigen Aufwand berechnen“, sagt Obermeister R. Aschentrup.

Die kostenlose Sichtprüfung hingegen ist auch weiterhin Teil des jährlichen Licht-Tests. In den kommenden Jahren wird die Anzahl der Fahrzeuge mit elektronisch gesteuerten Lichtquellen und variablen Lichtverteilungen weiter steigen. Schätzungen besagen, dass der LED-Anteil bei neu auf den Markt kommenden Modellen im Jahr 2020 rund 70 Prozent bei Front- und Heckbeleuchtung betragen wird.

Neue Fachkräfte im Feinwerkmechanikerhandwerk

Mit guten und sehr guten Ergebnissen haben acht Auszubildende ihre vorzeitige Gesellenprüfung zum Feinwerkmechaniker mit dem Schwerpunkt Maschinenbau  erfolgreich abgeschlossen.

Torben Brakel, Jan Marvin Hoffmann, (beide Firma Hüttenhölscher Maschinenbau, Verl) Marcel Krämer, Daniel Nölkensmeier und Michael Scholhölter (Firma Kraft Maschinenbau, Rietberg) wurden für ihre mit der Note „sehr gut“ bestandenen Prüfung vom Prüfungsausschussvorsitzenden Harald Bamberger mit kleinen Präsenten besonders ausgezeichnet. Er forderte die jungen Gesellen auf, die erfolgreich abgeschlossene Gesellenprüfung als Basis für ein weiteres lebenslanges Lernen zu nutzen.

Die besten der  neuen Gesellen werden aufgrund ihrer guten Leistungen zum Leistungswettbewerb eingeladen. Die Abschlussfeier mit Übergabe der Gesellenbriefe und der Berufschulzeugnisse fand im Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück statt. Der Prüfungsausschuss gratulierte allen frisch gebackenen Gesellen zu ihren außerordentlichen betrieblichen und schulischen Leistungen und wünschte ihnen viel Erfolg im weiteren beruflichen und privaten Leben.

von links: Walter Pepping und Dr. Andreas Alke (Prüfungsausschussmitglieder),
Jan Hoffmann und Torben Brakel (Ausbildungsbetrieb: Firma Hüttenhölscher, Verl), Umut Cetinbag (Ausbildungsbetrieb: ALPHAMATIC, Herzebrock-Clarholz), Stefan Morre (Reckenberg Berufskolleg), Thomas Breische (Ausbildungsbetrieb: Lübbering, Herzebrock-Clarholz), Harald Bamberger (Prüfungsausschuss), Marcel Krämer, Michael Scholhölter und Daniel Nölkensmeier (Ausbildungsbetrieb Kraft, Rietberg), Dominik Kauter (Ausbildungsbetrieb Lübbering), Thorsten Schulte (Prüfungsausschuss), Oberstudienrat Heinz Buddenbäumer und Studienrat Wigbert Hamschmidt (Prüfungsausschussmitglieder)

Ausbildungsprojekt für Flüchtlinge

Die Teilnehmer am Pilotprojekt mit den Vertretern der SHK-Innung, v. links: Innungsmitglied Ludger Liermann, Armen Ghazaryan, Amer Issa, Mouhenad Hashem, Omar Farooq Hotak, James Saloum, Kheri Yousif, Werkstattleiter Marcus Kersting, Innungsobermeister Veit Wixforth, KH-Geschäftsführer Friedhelm Drüner, Lehrlingswart Bertram Barzak.

Handwerk und Reckenberg Berufskolleg arbeiten zusammen

„Wir wollten handeln statt abwarten“, beschreiben Elke Brost, Schulleiterin des Reckenberg Berufskollegs Rheda-Wiedenbrück, und Veit Wixforth, Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Gütersloh, übereinstimmend ihre Beweggründe, die zur Umsetzung eines Ausbildungsprojekts für Flüchtlinge geführt haben. Ziel des Vorhabens ist es, den teilnehmenden jungen Männern im Alter von 18 bis 28 Jahren eine fundierte berufliche Perspektive im SHK-Handwerk zu ermöglichen. Dahinter steht ein zwischen Schule und Innung abgestimmtes Verfahren, um die Teilnehmer durch eine Mischung aus Schulunterricht, praktischer Werkstattarbeit und Betriebspraktikum auf eine weitergehende Einstiegsqualifizierungsmaßnahme vorzubereiten. Erst danach, da sind sich die Initiatoren einig, macht eine reguläre Ausbildung im SHK-Handwerk Sinn. Kurz vor Abschluss des achtwöchigen Pilotprojekts ziehen alle Beteiligten ein positives Fazit.

Fehlende oder nur in Ansätzen vorhandene Sprachkenntnisse der Teilnehmer wurden von den Initiatoren von vornherein in den Planungen berücksichtigt. Deshalb liegt der Schwerpunkt dieser Vorbereitungsmaßnahmen in der Vermittlung von Sprachkompetenz. Mit Dr. Feldmann von der Uni Münster ist es dem Reckenberg Berufskolleg gelungen, einen renommierten Wissenschaftler mit ins Boot zu nehmen, der über sehr viele Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt und auf dieses Projekt zugeschnittene Unterrichtsmaterialien für die Sprachförderung in der Arbeitswelt entwickelt. Schulunterricht und die praktische Arbeit in der Lehrwerkstatt der Innung sind deshalb stark vom fachbezogenen Deutsch geprägt. Diese Kenntnisse können die Teilnehmer dann beim Praktikumstag im Handwerksbetrieb einsetzen und ausprobieren. Ludger Liermann, Inhaber eines SHK-Fachbetriebes aus Rheda-Wiedenbrück, ist von seinem Praktikanten Armen Ghazaryan begeistert. „Armen ist sehr motiviert und lernt schnell“. Liermann könnte sich gut vorstellen, den jungen Mann nach einer einjährigen Einstiegsqualifizierung, bei der er weiterhin ein bis zwei Tage ein Praktikum bei ihm absolviert, als Lehrling einzustellen. „Jetzt nach dem Pilotprojekt müssen alle Partner sich wieder zusammensetzen, um die nächsten Schritte zu unternehmen“, erklärt Elke Brost. Sie hofft, dass sie nach den Sommerferien eine Qualifizierungsklasse mit mindestens 16 handwerklich interessierten Migranten zusammen bekommt.

Auch im ersten Jahr der Ausbildung sollen die Teilnehmer weiterhin sprachlich gefördert werden, damit sie dann in den ganz normalen Berufsschulklassen keine Probleme bekommen. „Unser Ziel ist es, dass die Flüchtlinge hier möglichst schnell Integration erfahren“, so Brost. Engagement bei diesem Projekt wird von allen Seiten benötigt. Das Berufskolleg hat das achtwöchige Pilotprojekt zusätzlich mit den eigenen Lehrkräften gestemmt. Die Innung hat für den Werkstattunterricht und die Praktikumsplätze in den Mitgliedsbetrieben gesorgt. „Wir sprechen hier immerhin von viereinhalb Jahren, bis die Teilnehmer als gut ausgebildete Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und letztendlich richtig Geld verdienen können“, erklärt Friedhelm Drüner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „Wir hoffen, dass sie alle durchhalten“. Für Drüner kann eine Integration auf Dauer in aller Regel nur mit einer erfolgreichen Ausbildung gelingen. „Uns ist auch klar, dass es für diese jungen Männer möglicherweise attraktiver ist, kurzfristig eine einigermaßen bezahlte Beschäftigung als Hilfskraft aufzunehmen. Bei der ersten konjunkturellen Abschwächung würden sie dann aber auch gleich wieder auf der Straße stehen. Davor schützt der Ausbildungsabschluss.

Dass das Handwerk auf diese Weise seinen zukünftigen Facharbeiterbedarf sichern kann, glaubt Drüner nicht, „aber es hilft sicher bei der Bewältigung des Problems“. Die Testphase war auf jeden Fall für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Stolz zeigen die zehn Migranten einen Grill, den sie im Werkstattunterricht selbst gebaut haben. Werkstattleiter Marcus Kersting sind die zehn Männer richtig ans Herz gewachsen. „Sie waren sehr motiviert, wollten immer gleich wissen, wie die Werkzeuge heißen und waren glücklich, dass sie lernen und arbeiten durften“, berichtet er aus seinen Erfahrungen. Die SHK-Innung steht in den Startlöchern. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn die angestrebte Klassenstärke erreicht würde. Ich sehe kein Problem darin, Praktikumsplätze für alle zu finden“, meint der Lehrlingswart der Innung, Bertram Barzak. Zu Beginn des neuen Schuljahres möchte Elke Brost gerne noch eine Informationsveranstaltung anbieten, in der das Projekt noch einmal intensiv vorgestellt wird.

Wenn die Tage kürzer werden Licht-Test-Aktion der Verkehrswacht und der Kfz-Innung

Foto v. links: Wolfgang Koch (Verkehrswacht), Obermeister der KFZ-Innung Reinhard Aschentrup, Vorsitzender Verkehrswacht Gütersloh Andreas Bulau, Landrat Sven-Georg Adenauer, Petra Hubrich von der Innungs-Geschäftsstelle (Kreishandwerkerschaft) werben vor dem Kreishaus für die Licht-Test-Aktion 2015, die am 01.10.2015 offiziell gestartet ist. (Quelle: Waltraud Leskovsek)

Seit fast 60 schon Jahren setzen sich Verkehrswacht und KFZ-Innung gemeinsam für den Licht-Test zu Beginn der dunklen Jahreszeit ein. In diesen Tagen weisen wieder zahlreiche Banner an Brücken und vielen markanten Stellen im Kreis Gütersloh Autofahrer den Weg zum Licht-Test 2015 in die Werkstätten. Vom 1. bis zum 31. Oktober bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung wieder den kostenlosen Test der Fahrzeugbeleuchtung an. Verkehrswacht und Innung appellieren nun an alle Autofahrer, das Gratis-Angebot im Oktober zu nutzen, denn die Devise lautet: „Sehen und gesehen werden“. Auch Landrat Sven-Georg-Adenauer begrüßt das Miteinander von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe. „Für die Verkehrssicherheit ist die jährliche Aktion unverändert wichtig“. Sie hilft Autofahrern, Mängel an ihren eigenen Fahrzeugen zu entdecken und abzustellen - für die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer“, betont er. Hauptmangel sind defekte Hauptscheinwerfer, gefolgt von falscher Einstellung der Scheinwerfer. Rund 10 Prozent Mängel fallen auf die rückwärtigen Lichter, Nummernschildbeleuchtung oder Bremslicht. „Leider sehen wir immer weniger Fahranfänger im Oktober zum kostenlosen Licht-Test in unseren Werkstätten“, beklagt Reinhard Aschentrup. Die Kontrolle sei gerade für junge Autofahrer, die mit geringem Budget oft eher ältere Autos fahren, ein absolutes Muss. Deshalb gibt es in diesem Jahr als Anreiz ein Gewinnspiel für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Die Kfz-Innung verlost insgesamt 12 Fahrsicherheitstrainings für diese Altersgruppe. Die Innung rechnet mit einer hohen Beteiligung der Autofahrer und hat 30.000 Licht-Test-Plaketten an ihre Mitgliedsbetriebe herausgegeben. „Bei einem Zeitaufwand zwischen 10 und 15 Minuten bedeuten diese kostenlosen Überprüfungen auch, dass die 150 Mitgliedsbetriebe der Innung eine namhafte geldwerte Leistung für die Sicherheit auf unseren Straßen erbringen“, erklärt Obermeister Reinhard Aschentrup. Unter anderem unterstützt auch der ADAC die Aktion.

Christoph Born ist Kammersieger der Tischler in OWL

In der ersten Reihe die drei Platzierten v. links Simon Voßkord, Sieger Christoph Born, Raphael Fortmeier. Dahinter v. links: Renate Dank, Udo Schwedes, Heiko Bahls, Marius Bettentrup, Nils Brünger, Maximilian Fröhling, Raphael Gaidies, Jürgen Pieper.

Innung Gütersloh bestens vertreten. Beim Leistungswettbewerb der Tischler auf Kammerebene hatte wieder einmal ein Absolvent aus der Innung Gütersloh die Nase vorn. Christoph Born, der sein Rüstzeug in der Tischlerei Steinkämper in Rietberg erworben hat, konnte sich im Tischlerbildungszentrum in Rheda-Wiedenbrück gegen sechs Mitstreiter mit einer erstklassigen Arbeit durchsetzen. Für die Tischlerinnung Gütersloh traten neben Born noch Marius Bettentrup und Simon Voßkord an. Voßkord wurde Zweiter. Platz drei belegte Raphael Fortmeier von der Innung Paderborn. Die Teilnehmer hatten ihre Gesellenprüfung im Sommer dieses Jahres mit hervorragenden Noten bestanden und wurden von der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld zu diesem Wettbewerb eingeladen. Renate Dank von der Handwerkskammer gratulierte den jungen Gesellen zu ihren überdurchschnittlichen Leistungen. „Wer hier teilnimmt, gehört schon zu den Besten, deshalb sind für mich heute alle Sieger“, betonte sie. Sie lud Christoph Born nun zum nächsten Leistungswettbewerb auf Landesbebe ein, der am 10. Oktober 2015 in Soest bei der Innung Südwestfalen Arnsberg stattfindet. Born konnte schon jetzt seine Teilnahme zusagen.
Rund acht Stunden Zeit hatten die jungen Handwerker, um einen Blumenständer aus Kiefernholz zu fertigen. Der auf den ersten Blick einfach gestaltete Ständer hatte es jedoch in sich. Durchgestemmte Zapfen mit Keil, Fingerzinken und klassische Holzverbindungen waren gefragt. Zu den Prüfern gehörten der Leiter des Bildungszentrums, Udo Schwedes sowie Jürgen Pieper (Innung Herford) und Heiko Bahls (Innung Paderborn-Lippe). Auch das Prüfertrio war sich einig, dass nur Sieger vor ihnen sitzen, weil am Ende lediglich Kleinigkeiten über den Sieg entscheiden. Heiko Bahls gab den jungen Talenten mit auf den Weg, immer daran zu denken, dass sie einen der schönsten Berufe ausüben, weil man Dinge schaffe, die Menschen glücklich werden lassen. Einige der Teilnehmer streben eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker an, andere ein Studium in Richtung Holztechnik und zwei wollen zunächst einmal im Beruf arbeiten und Erfahrungen sammeln. Schwedes freute sich besonders, dass einer seiner ehemaligen Schützlinge Kammersieger geworden ist und drückt Christoph Born nun die Daumen, dass er auch auf Landesebene so viel Erfolg und ein ruhiges Händchen hat. Wenn alles klappt kann er sich vielleicht schon bald mit den besten Tischlern Deutschlands messen. Für die drei besten Teilnehmer gab es zudem Preisgelder, gestiftet von den beteiligten Innungen.

Zimmerei Brüggenjürgen feier 50-jähriges Betriebsjubiläum

Ehrung durch die Innung:
Untere Reihe: Geschäftsführer Friedhelm Drüner, Obermeister Stefan Petermeier, Hubert Brüggenjürgen sen., Ehefrau Maria Brüggenjürgen, Hubert Brüggenjürgen jun. sowie Petra Niehüser (zweite Reihe) und die Beschäftigten des
Unternehmens.

Großer Andrang beim Zimmereibetrieb Brüggenjürgen in Rietberg-Westerwiehe. Es gab gleich zwei Gründe, ausgiebig zu feiern. Hubert Brüggenjürgen sen. hat vor 50 Jahren seine Meisterprüfung im Tischlerhandwerk abgelegt und damit die Grundlage für seine Selbständigkeit geschaffen. Er konnte deshalb nicht nur sein Meisterjubiläum, sondern auch das 50-jährige Geschäftsjubiläum mit seiner Ehefrau Maria begehen.  Brüggenjürgen ist ein gutes  Beispiel für die  Flexibilität von Handwerkern. Nachdem er erkannte, dass die Nachfrage seiner Kunden sich zunehmend in Richtung Zimmererarbeiten verlagerte, hat er 1979 auch noch die Meisterprüfung im Zimmererhandwerk abgelegt. Mittlerweile  bildet dieser Bereich den Schwerpunkt des Unternehmens. Mit der Umwandlung in eine GmbH zum 01.01.2015 ist die Firma in die nächste Generation übergegangen. Auch Hubert jun. hat zwei Meisterprüfungen abgelegt und ist Meister im Zimmerer- sowie im Dachdeckerhandwerk. Im Jahr 2014 hat er zusätzlich noch einen Abschluss als Betriebswirt erworben. Tochter Petra Niehüser (geb. Brüggenjürgen) ist für den kaufmännischen Bereich zuständig. Seit der Gründung  wurden 30 Lehrlinge im Betrieb ausgebildet. Derzeit beschäftigt das über die Region hinaus bekannte Unternehmen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 3 Lehrlinge. Zum Jubiläum gratulierten Innungsobermeister Stefan Petermeier und Innungsgeschäftsführer Friedhelm Drüner. Sie überreichten den Goldenen Meisterbrief und die Urkunde zum 50-jährigen Geschäftsjubiläum.

Firma Sasse feiert 50-jähriges Betriebsjubiläum

Obermeister Andreas Meier überreicht die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Bielefeld

„Alles was der Landwirt braucht“ umschreibt Josef Sasse das Dienstleistungsspektrum seines Betriebes, den er seit 50 Jahren in Rietberg-Westerwiehe betreibt. Der Landmaschinenmechanikermeister repariert Traktoren und andere landwirtschaftliche Maschinen, baut Stalltechnik ein und lötet bei Bedarf hin und wieder auch mal eine undichte Dachrinne - eben alles, was seine Kunden wünschen. Sasse hat in den 5 Jahrzehnten mehrere Lehrlinge ausgebildet und wird tatkräftig unterstützt durch seine Ehefrau. Seit 50 Jahren gehört Josef Sasse auch der Innung für Land- und Baumaschinentechnik an. Zum Jubiläum gratulierten Innungsobermeister Andreas Meier und Innungsgeschäftsführer Friedhelm Drüner. Mit im Gepäck hatten sie auch eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Ostwest-falen-Lippe zu Bielefeld.

Starkes Interesse am Girl's Day im HBZ Brackwede

Junge Frauen scheinen immer mehr Interesse an Männerberufen zu haben. Am diesjährigen Girl's Day besuchten 20 interessierte und hoch motivierte Mädchen das HBZ Brackwede Fachbereich Bau e.V. um typische Bauberufe wie z.B. Maurer, Straßenbauer und Zimmerer kennen zu lernen. Nicht nur zuschauen war angesagt; vielmehr haben die jungen Frauen  praktische Übungen über die gesamte Bandbreite der Berufspalette des HBZ Brackwede durchgeführt. Vielen hat die handwerkliche Arbeit zugesagt und die Mädchen fanden Gefallen daran.

Weibliche Auszubildende sind für die Ausbilder im HBZ Brackwede nicht außergewöhlich, denn in den vergangenen Jahren haben z. B. mehrere Zimmerinnen und Stuckateurinnen erfolgreich den überbetrieblichen Teil ihrer Ausbildung abgeschlossen. Gerade in den Bauberufen, die von Kreativität geprägt sind, haben Frauen durchaus die Nase vorn. Außerdem bietet eine abgeschlossene Ausbildung im Handwerk eine solide Grundlage für einen weiteren Aufstieg - sei es zur Handwerksmeisterin oder zum Diplom-Ingenieur.

Trainingswerkstatt startet im HBZ Brackwede

40 Teilnehmer/innen für den Bereich Bautechnik und Handwerk

Nach erfolgreicher „AZAV“-Zertifizierung (Akkreditierungs- und Zulassungs-verordnung Arbeitsförderung) hat das Handwerksbildungszentrum Brackwede die Maßnahme „Trainingswerkstatt Bautechnik und Handwerk" inkl. Führerschein Klasse B in Zusammenarbeit mit dem jobcenter Bielefeld, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bielefeld und der DEKRA Akademie GmbH begonnen.

Bei der Bildungsmaßnahme geht es darum, langzeitarbeitslose Menschen in beruflicher und sozialer Hinsicht weiter zu qualifizieren, Fähigkeiten zu entdecken und Kompetenzen zu stärken.

Die deutsche Bauwirtschaft leidet stark unter einem Fachkräftemangel; viele Arbeitsstellen bleiben unbesetzt. Hier setzt die Qualifizierung an: Die Teilnehmer erhalten in 6 Monaten eine kombinierte Ausbildung, bestehend aus Praxisteil mit integriertem Sprachkurs und dem Erwerb des Führerscheins (Klasse B).

„Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan; es bietet hervorragende berufliche Perspektiven. Die Betriebe brauchen mehr denn je qualifizierte Mitarbeiter. Hierfür schaffen wir mit der neu begonnen Maßnahme die Grundlage“, so Klaus-Werner Schäfer, Geschäftsführer des HBZ Brackwede.

„Die Maßnahme stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Helfer auszubilden. Diese Qualifikation bietet eine gute Chance zum Übergang in eine Beschäftigung“, bestätigt Johannes Wiefel, Teamleiter und stellv. Bereichsleiter vom jobcenter Bielefeld.

Long-Board statt Schachbrett

Statt des klassischen Schachbrettes, das die Auszubildenden seit vielen Jahren im Rahmen des Oberflächenlehrgangs im Tischlerbildungszentrum (TBZ) in der Regel anfertigen, hat TBZ-Leiter Udo Schwedes den Lehrlingen nun erstmals angeboten, ein Long-Board zu bauen. Mit dieser Idee traf er direkt ins Herz der jungen Tischlerinnen und Tischler. Nach dem Ausschneiden der rund 100 cm langen Boards mussten zunächst die Deckfurniere zusammengesetzt werden. Bei der an-schließenden Oberflächengestaltung konnten die jungen Leute ihrer kreativen Seite freien Lauf lassen. Von Effektlackierungen mit Glitter über das Einarbeiten von Mustern und Schriftzügen bis hin zu Hochglanzoberflächen war alles möglich. Mit dieser hochwertigen Ausführung ernten die jungen Tischler/Innen garantiert neidische Blicke, wenn sie damit über die Straßen sausen. Rollen und Achsen musste sich jeder selbst besorgen. Gemeinsames Probefahren im Flur des Ausbildungszentrums gehörte am Ende dazu, bei dem der eine oder andere, der zuvor noch nie auf einem solchen Sportgerät gestanden hat, für zirkusreife Einlagen sorgte. „Es hat Spaß gemacht, etwas neues und innovatives anzubieten und damit zu verdeutlichen, dass der Beruf des Tischlers heute modern ist und eine große Bandbreite an Kreativität erlaubt“, erklärte Schwedes. Die ersten Longboarder waren übrigens die Surfer, die auf die Idee kamen, Rollen unter ihre Bretter zu montieren um den Spaß auf dem Brett auch auf der Straße zu erleben. Das Longboarden erlebt erst vor kurzer Zeit eine Wiedergeburt und wird wieder vermehrt in die Städte und auf die Straßen gebracht. Wer weiß, vielleicht löst Schwedes mit seiner innovativen Idee einen Longboard-Boom im Kreis Gütersloh aus. Die jungen Tischler/Innen, die im Sommer zur Gesellenprüfung antreten, sind auf jeden Fall begeistert und die meisten von ihnen beherrschen die Techniken des Sliden, Carven und Cruisen schon ganz gut.

Erstmals baute eine Tischlerklasse während des Oberflächenkurses in der überbetrieblichen Ausbildung ein Longboard. Vorne rechts sitzend TBZ-Leiter Udo Schwedes. (Quelle Waltraud Leskovsek)

Der KlimaTisch Gütersloh verleiht 2015 wieder den Gütersloher Altbaupreis.

Der KlimaTisch Gütersloh vergibt den Gütersloher Altbaupreis 2015. Ausgezeichnet werden vorbildliche energetische Altbausanierungen von Wohngebäuden im Stadtgebiet von Gütersloh, die in den Jahren 2012 bis 2014 erfolgreich abgeschlossen worden sind. In den beiden Kategorien „Eigenheime“ (Ein- und Zweifamilien-, Doppel- und Reihenhäuser) und „Mehrfamilienhäuser“ wird ein Preisgeld von jeweils 2.000 Euro ausgelobt.

Der Preis wird alle 2 Jahre vergeben, die erste Preisverleihung erfolgte 2013. Wettbewerbsbeiträge werden nach den Kriterien Klimaschutz, Umweltschutz, Nutzerorientierung und Kostenoptimierung, Innovation, Gestaltung und Dokumentation bewertet, die in Teilnahmebögen dargestellt und belegt werden müssen. Über die Preisvergabe entscheidet eine fachkundige Jury.

Teilnahmeberechtigt sind alle Wohneigentümer (private Eigentümer und Wohnbaugesellschaften), entweder als Einzelbewerber oder in Verbindung mit ihren am Vorhaben beteiligten Kooperationspartnern (Architekten, Ingenieure, Handwerksbetriebe, sonstige kleinere und mittlere Unternehmen), die in den vergangenen drei Jahren Sanierungsmaßnahmen in Gütersloh realisiert haben.

Die Teilnahmebedingungen und Teilnahmebögen können auf der Homepage des Gütersloher KlimaTisch e.V. heruntergeladen oder beim KlimaTisch angefordert werden. Bewerbungsschluss für den Gütersloher Altbaupreis 2015 ist der 28.2.2015. Weitere Informationen: www.klimatisch.de.
         

  • Flyer KlimaTisch Altbau-Preis      

(Quelle: KlimaTisch Gütersloh)